Umfrage: Klimaschutz ja, höhere Mieten nein

Umfrage: Klimaschutz ja, höhere Mieten nein

Den Berlinern ist einer neuen Umfrage zufolge zwar der Klimaschutz wichtig. Sie sind jedoch nicht bereit, dafür höhere Mieten zu zahlen.

Buntes Wohnhaus im Wedding

© dpa

Wohnhaus in Wedding

In einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS im Auftrag des Unternehmens Deutsche Wohnen gaben 71 Prozent der Befragten an, dass sich der Klimaschutz nicht auf höhere Mieten auswirken dürfe. Lediglich für 12 Prozent ist umweltfreundliches Wohnen so wichtig, dass sie dafür steigende Mieten in Kauf nähmen.
In Berlin sind die Mieten zuletzt teils stark gestiegen. In manchen Stadtteilen haben selbst Normalverdiener Probleme, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Laut Umfrage sehen 74 Prozent den Senat in der Verantwortung, die Probleme zu lösen. 57 Prozent nennen hier die Bundesregierung, 47 Prozent die städtischen und 27 Prozent private Wohnungsgesellschaften, 19 Prozent private Immobilienbesitzer. Mehrfachnennungen waren hier möglich.

Maßnahmen gegen steigende Mieten erfragt

Auf die Frage, was die drei wichtigsten Maßnahmen gegen steigende Mieten wären, antworteten 51 Prozent: «Mehr neue Wohnungen bauen.» 49 Prozent plädierten für eine Verschärfung der Mietpreisbremse, 43 fordern mehr Wohnraum für sozial schwache Menschen und 41 Prozent für einen Mietendeckel. Die Enteignung von Wohnungsunternehmen halten nur 13 Prozent für geeignet, um steigenden Mieten zu begegnen.
«Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Berlinerinnen und Berliner alle Gruppen in der Pflicht sehen. Jeder muss hier einen Beitrag leisten», sagte Deutsche Wohnen-Chef Michael Zahn der Deutschen Presse-Agentur. Der börsennotierte Konzern ist mit mehr als 100.000 Einheiten der größte private Wohnungsvermieter in Berlin. Seit längerem steht das Unternehmen wegen Mieterhöhungen und seines Umgangs mit Mietern in der Kritik. Eine Initiative hat ein Volksbegehren mit dem Ziel auf den Weg gebracht, größere Wohnungsunternehmen in der Stadt zu enteignen. Der Vorstoß zielt vor allem auf die Deutsche Wohnen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. September 2019