Berliner Dächer sollen grüner werden

Berliner Dächer sollen grüner werden

Auf Berliner Dächern soll mehr Grün sprießen. Umweltsenatorin Regine Günther startete dazu am Mittwoch, den 21. August 2019 ein Förderprogramm.

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    Für die Begrünung von Dächern gibt es in Berlin jetzt eine Förderung.
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    Regine Günther (parteilos), Verkehrssenatorin, spricht bei einer Pressekonferenz.
Bis 2023 stehen 2,7 Millionen Euro für Projekte in Stadtquartieren, aber auch für experimentelle oder gemeinwohlorientierte Vorhaben mit Vorbildcharakter zur Verfügung, wie die Grünen-Politikerin mitteilte. Hauseigentümer, Initiativen oder Vereine können mit Zuschüssen von bis zu 60.000 Euro je Projekt rechnen und ab sofort Förderanträge stellen. Die Umsetzung des Programms übernimmt eine Tochter der Investitionsbank Berlin (IBB).

Gründächer haben viele Vorteile

«Gründächer wirken gleich mehrfach», erklärte Günther. «Sie sind grüne Oasen für die Bewohnerinnen und Bewohner, sie helfen gegen Hitzestress, verbessern durch ihre kühlende Wirkung das Mikroklima und speichern Regenwasser wie ein Schwamm - auch bei Starkregen.» Damit seien Gründächer ein wichtiger Baustein, um die Stadt an den Klimawandel anzupassen.
«Berlin muss jetzt schnell gegen die Klimakrise aktiv werden», erklärte Grünen-Fraktionschefin Silke Gebel. «Wir brauchen viel mehr Kühlung durch mehr Stadtgrün.» Sie wünsche sich, dass alle Gebäude in Berlin ein grünes Dach hätten.

Förderung als Reaktion auf Klimakrise

Die klimatische Wirkung von Gründächern besteht laut Umweltverwaltung im Kühlungseffekt, der durch Wasserverdunstung hervorgerufen wird. Ein Gründach könne 60 bis 80 Prozent des Regens zurückhalten, das später verdunste. Zugleich erwärme sich ein begrüntes Dach nur um 10 bis 20 Grad Celsius im Vergleich zu einem unbegrünten Dach, das über 50 Grad heiß werden könne.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 22. August 2019