Trend zu weniger Sozialwohnungen gestoppt

Trend zu weniger Sozialwohnungen gestoppt

Die Zahl der Sozialwohnungen in Berlin ist im vergangenen Jahr seit langer Zeit nicht mehr gesunken. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums verharrte sie bei 116.220, während der Bestand bundesweit weiter zurückging.

Baukräne

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Mehr Sozialwohnungen als zu Jahresbeginn gab es allein in Bayern und Sachsen, wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht. Der Senat erklärte die Entwicklung in der Hauptstadt damit, dass seit fünf Jahren wieder der Neubau von Sozialwohnungen gefördert werde.

Sozialwohnungen fallen nach 30 Jahren aus der Bindung

Bei diesen Wohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen in Sozialwohnungen wohnen. Allerdings fallen diese nach einer bestimmten Zeit - meist nach 30 Jahren - aus der Bindung und können normal am Markt vermietet werden. In Berlin kompensieren neu gebaute Sozialwohnungen inzwischen diesen Effekt.

Senat erwartet Anstieg in den nächsten Jahren

Die Stadtentwicklungsverwaltung bestätigt den Trend, geht aber von anderen Zahlen aus als das Bundesministerium. Sie erwartet für Ende 2019 und Ende 2020 einen Bestand von rund 103.000 Sozialwohnungen, ein Jahr später knapp 105.000 und 2022 rund 104.000.
Kauf einer Eigentumswohnung
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 14. August 2019