Mehrheit für Randbebauung auf Tempelhofer Feld

Mehrheit für Randbebauung auf Tempelhofer Feld

Fünf Jahre nach einem Volksentscheid gegen jegliche Bebauung des Tempelhofer Feldes in Berlin haben sich die Mehrheitsverhältnisse offensichtlich umgekehrt.

Radfahrer auf dem Tempelhofer Feld

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Radfahrer auf dem Tempelhofer Feld

Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des «Tagesspiegel» bewerteten etwa zwei Drittel der Befragten (64,6 Prozent) die Idee positiv, am Rande des früheren Flugplatzes Wohnungen zu bauen. 27,3 Prozent sahen das negativ, 8,1 Prozent äußerten sich bei der Befragung des Instituts Civey unentschieden. An der Umfrage, für die zwischen dem 17. Juli und dem 23. Juli 2019 abgestimmt werden konnte, beteiligten sich insgesamt 3018 Personen.

Berliner stimmten gegen Bebauung von Tempelhofer Feld

Seit dem Volksentscheid vom 25. Mai 2014 ist eine Bebauung des rund 350 Hektar großen Areals verboten. 64,3 Prozent der Wähler stimmten seinerzeit dem Gesetzentenwurf einer Bürgerinitiative zu. Das Gelände wird von den Berlinern seit 2010 für Erholung, Grillen oder sportliche Aktivitäten genutzt.

Wohnungsnot treibt Wunsch nach Randbebauung

Angesichts des Mangels an bezahlbaren Wohnungen gab es in der Politik zuletzt wieder Bestrebungen, an den Rändern behutsam zu bauen. Neben den Oppositionsparteien CDU und FDP ist auch die SPD dafür, ihre Koalitionspartner Linke und Grüne sind ebenso wie die AfD dagegen. Daher gilt es als sicher, dass das Thema Randbebauung erst in der nächsten Legislaturperiode ab 2021 wieder auf die Agenda kommt. Der SPD etwa schwebt eine neue Art von Volksbefragung dazu vor.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 24. Juli 2019