Mieterhöhungswelle rollt durch Berlin

Mieterhöhungswelle rollt durch Berlin

Der Berliner Mieterverein hat in den vergangenen Tagen eine starke Zunahme von Mieterhöhungen in der Hauptstadt verzeichnet.

Blick auf berliner Wohnhäuser

© dpa

Wohnen in Berlin: Viele Berliner haben in den letzten Tagen eine Mieterhöhung bekommen.

Es werde vermutet, dass Vermieter noch die Gelegenheit nutzen wollten, bevor ein Mietendeckel in der Hauptstadt eingeführt werden könnte, teilte der Mieterverein am Dienstag, den 18. Juni 2019 auf Anfrage mit. Der rot-rot-grüne Senat wollte am selben Tag über ein Eckpunktepapier beraten, das vorsieht, dass die Mieten in Berlin fünf Jahre lang nicht steigen dürfen. Hintergrund ist der angespannte Wohnungsmarkt. Aus dem Eckpunktepapier könnte ein Gesetzentwurf erarbeitet werden.

Mieterverein spricht von "Run auf Beratungsstellen"

Genaue Zahlen zu den Mieterhöhungsschreiben lagen dem Mieterverein nicht vor. Der stellvertretende Geschäftsführer Sebastian Bartels sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es gibt einen Run auf unsere Beratungsstellen.» Mieter riefen deutlich häufiger an als gewöhnlich. Am Montag seien besonders viele Anfragen für Beratungstermine eingegangen.

Eigentümerverband hatte zu Mieterhöhungen aufgerufen

Bartels sagte, dass nach Erscheinen des Mietspiegels jedes Jahr zum Sommer hin eine Welle von Mieterhöhungen in der Hauptstadt einsetze. Doch dieses Mal sei das früher und das Aufkommen deutlich höher als in den Vorjahren. Der Berliner Eigentümer-Landesverband Haus und Grund, der eher kleinere Vermieter vertritt, hatte auf seiner Internetseite Vermieter dazu aufgerufen, die Mieten in Berlin vor der Entscheidung des Senats zu erhöhen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Juni 2019