Symbolische Hausbesetzung als Protest gegen Leerstand

Symbolische Hausbesetzung als Protest gegen Leerstand

Aus Protest gegen den langjährigen Leerstand eines großen Altbaus in Berlin-Friedenau hat eine Gruppe das Haus kurzzeitig und eher symbolisch besetzt. Etwa zehn Menschen aus der Nachbarschaft seien am Freitagmittag für eine halbe Stunde in das Haus eingedrungen. Sie hätten Transparente aufgehängt, sagte ein Mitglied der Gruppe. Dann habe man das Haus wie geplant freiwillig wieder verlassen. Die Polizei war am Nachmittag vor Ort, sprach aber nur von Menschen, die sich vor dem Haus in der Stubenrauchstraße versammelt hatten.

Die Protestierer kritisierten, dass das Haus mit 16 Wohnungen seit vielen Jahren leer stehe und verfallen würde. Die Besitzerin, eine alte Frau, sei überfordert und lasse es weder sanieren noch verkaufe sie es. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg müsse endlich aktiv werden und das Haus unter Zwangsverwaltung stellen, um es vor dem endgültigen Verfall zu retten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 24. Mai 2019