Wohnungen werden kleiner

Wohnungen werden kleiner

Neu gebaute Wohnungen in Deutschland sind nach einer Studie aktuell deutlich kleiner als noch vor einigen Jahren.

Wohnraum in Berlin

© dpa

In den vergangenen sechs Jahren sei die durchschnittliche Wohnfläche von Neubauwohnungen um 11 Quadratmeter und damit um knapp zehn Prozent gesunken, heißt es in einer Studie des privaten Prognos-Instituts für Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft, die am Donnerstag (9. Mai 2019) in Berlin vorgelegt wurde. Als Ursachen nennt die Untersuchung erheblich gestiegene Bau- und Kaufpreise, aber auch eine wachsende Nachfrage nach kleineren Wohnungen.

Wohnfläche je Einwohner bleibt konstant

Die durchschnittliche Wohnfläche je Einwohner über alle Wohnungen hinweg blieb in den vergangenen Jahren allerdings konstant. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts lag sie von 2011 bis 2017 jeweils zwischen 46,1 und 46,5 Quadratmeter, mit leicht steigender Tendenz. Das wird auf die wachsende Zahl von Einpersonenhaushalten zurückgeführt.

Verdichtung und Sozialwohnungen gefordert

Die Verbände kritisierten, es werde zu wenig und zu teuer gebaut. Notwendig seien etwa deutlich mehr neue Sozialwohnungen. 80.000 müssten pro Jahr entstehen, dreimal so viele wie zuletzt. Um den Mietanstieg zu bremsen, müsse außerdem dichter gebaut werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. Mai 2019