Wohnnebenkosten steigen leicht

Wohnnebenkosten steigen leicht

Berliner müssen einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr etwas mehr Wohnnebenkosten zahlen als noch 2018.

Strompreis

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An einem Stromzähler werden die bisher verbrauchten Kilowattstunden eines privaten Abnehmers angezeigt.

Wie die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf eine Auswertung des Bundes der Steuerzahler berichtet, liegen die Kosten für einen Drei-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus in West-Berlin bei 2285,06 Euro. Das sind 3,06 Euro mehr als im Vorjahr. Um den gleichen Wert steigen demnach auch die Kosten im Ostteil der Stadt, allerdings liegen sie dort nur bei 1605,03 Euro. Der Bund der Steuerzahler berücksichtigte bei seinen Berechnungen die staatlich veranlassten Belastungen des Wohnens. Neben der Grundsteuer gehören dazu die Gebühren für Trink-, Schmutz und Regenwasser, für die Abfallbeseitigung und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Wohnnebenkosten in West-Berlin besonders hoch

Demnach fallen in West-Berlin die höchsten Wohnnebenkosten aller Landeshauptstädte an, die niedrigsten im rheinland-pfälzischen Mainz (1423,83 Euro). Besonders groß ist dem Bericht zufolge die Spanne zwischen der teuersten und günstigsten Hauptstadt bei der Grundsteuer. Der Unterschied zwischen Ost und West zeige sich aber auch deutlich in Berlin. Einfamilienhausbewohner im Osten der Stadt zahlen demnach in diesem Jahr 361 Euro Grundsteuer, im Westen 1041 Euro. Der Bund der Steuerzahler geht bei einer Vereinheitlichung der Bewertung davon aus, dass die Bewohner im Osten der Stadt künftig mehr bezahlen.

Anhörung zur Grundsteuer am 10. Mai

Die Grundsteuer muss reformiert werden, das Bundesverfassungsgericht hatte wegen veralteter Bemessungsgrundlagen eine Neuregelung bis Ende 2019 verlangt. Aktuell werden noch Grundstückswerte von 1935 in Ostdeutschland und von 1964 in Westdeutschland genutzt. In der Bundesregierung gibt es seit einiger Zeit Streit über die Ausgestaltung der Grundsteuer. Am 10. Mai ist eine Expertenanhörung zu einer möglichen Öffnungsklausel für die Länder geplant, daran sollen auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und mehrere Landesminister teilnehmen.
Kauf einer Eigentumswohnung
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Mai 2019