Grüne kritisieren Müller für Haltung zur «Deutsche Wohnen»

Grüne kritisieren Müller für Haltung zur «Deutsche Wohnen»

Für das Nein zur Enteignung von Immobilienkonzernen muss der Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) scharfe Kritik einstecken. Der Landesvorsitzende der Grünen, Werner Graf, warf Müller vor, die Interessen von Immobilienkonzernen vor die der Mieter zu stellen.

Deutsche Wohnen

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Das Logo des Immobilien-Anbieters «Deutsche Wohnen». Foto: Paul Zinken/Archiv

«Der Deutsche Wohnen Immobilien zum Marktwert abzukaufen, belohnt am Ende nur das jahrelange mieterfeindliche Vorgehen des Unternehmens», sagte Graf. Graf erklärte, er teile die Ziele des Volksbegehrens. Michael Müller hatte am Dienstag erneut erklärt, er lehne eine Enteignung großer Immobilienunternehmen ab. Er sei aber bereit, weitere Wohnungen des Konzerns in den öffentlichen Bestand zu überführen.
Im April soll in Berlin ein Volksbegehren mit dem Ziel beginnen, Unternehmen mit mehr als 3000 Wohnungen gegen Entschädigung der Eigentümer zu «vergesellschaften». Dabei beruft sich die Initiative, die die Aktion ins Leben gerufen hat, auf die Berliner Landesverfassung und das Grundgesetz. Der Vorstoß zielt vor allem auf den Konzern Deutsche Wohnen, der in und um Berlin rund 115 000 Wohnungen hat und wegen seines Umgangs mit Mietern immer wieder in der Kritik steht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. März 2019