80 Wohnungen in Karl-Marx-Allee nun in kommunaler Hand

80 Wohnungen in Karl-Marx-Allee nun in kommunaler Hand

Rund drei Monate nach Ausübung eines Vorkaufsrechts durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehen die 80 Wohnungen an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM).

Karl-Marx-Allee

© dpa

Plakate gegen den Verkauf von Mietwohnungen hängen an einer Gebäudefassade in der Karl-Marx-Allee (Archiv)

Da die Deutsche Wohnen als ursprüngliche Käuferin ihren Widerspruch zurückgezogen habe, sei der Bescheid nun rechtskräftig, teilte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am Dienstag, den 26. März 2019 mit. Das Grundstück könne nun in das Eigentum der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) übergehen. Neben den Wohnungen betrifft das acht Gewerbeeinheiten.

Vorkaufsrecht betrifft nur ein Gebäude

Ein Unternehmen hatte das Gebäude sowie drei weitere benachbarte Häuser mit insgesamt 755 Wohnungen im Oktober 2018 an den Konzern Deutsche Wohnen verkauft. Nach Mieterprotesten machte der Bezirk bei einem Haus von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch - dies war möglich, weil es in einem Milieuschutzgebiet zum Erhalt der Sozialstruktur liegt.

Hilfsprogramm für die anderen Mieter

Im Fall der anderen drei Häuser legte der Senat ein bislang einmaliges Hilfsprogramm auf, um die Mieter dabei zu unterstützen, ihre Wohnungen per Vorkaufsrecht zu erwerben und dann an die kommunale Gesellschaft Gewobag weiterzugeben. Bis zu 46 Prozent der Mieter zogen in den drei Häusern mit. Die Wohnungen dort gehören nun zum Teil der Gewobag und zum Teil der Deutsche Wohnen. Hinzu kommen einige private Eigentümer.
Kauf einer Eigentumswohnung
© dpa

Immobilien & Wohnen

Immobilien, Wohnungen und Wohnungssuche in Berlin plus Einrichtungstipps, Mietrecht, Haushaltsratgeber, Ideen für Balkon, Garten, Pflanzen und mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. März 2019