Weniger Zwangsräumungen in Berlin

Weniger Zwangsräumungen in Berlin

Die Vermieter in Berlin beauftragen immer weniger Zwangsräumungen wegen gekündigter Mietverträge. Im vergangenen Jahr wurden 4918 Räumungsaufträge gestellt, wie die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung am Mittwoch (20. März 2019) mitteilte. Ein Jahr zuvor seien es noch rund 120 Fälle mehr gewesen.

Hausfassade in Berlin

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Blick auf die Fassade eines Wohnhauses in Berlin.

Im Vergleich zum Jahr 2015 (6257 Aufträge) verringerte die Zahl um rund ein Viertel. «Nicht alle beauftragten Zwangsräumungen werden auch durchgeführt», sagte ein Senatssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Wie viele Räumungen vollzogen wurden, sei unbekannt. 272 Gerichtsvollzieher stehen an den Berliner Amtsgerichten für Zwangsräumungen zur Verfügung. «Allerdings übernehmen sie auch noch ein breites Spektrum von anderen Tätigkeiten». Viele Zwangsräumungen hätten ihre Ursache in der Kündigung des Mietvertrags wegen Mietschulden.

Berliner Modell: Nur das Schloss wird ausgetauscht

Es müsse nach dem sogenannten Berliner Modell und den sonstigen Räumungen unterschieden werden. Beim Berliner Modell wird vom Gerichtsvollzieher nur das Türschloss ausgetauscht. Möbel und Hausrat bleiben in der Wohnung. Für diese Räumungsmethode wurden in der Hauptstadt im vergangenen Jahr 2127 der insgesamt rund 5000 Aufträge gestellt. In anderen Großstädten wie Hamburg lassen die Gerichtsvollzieher den gesamten Hausrat ausräumen und einlagern.
Kauf einer Eigentumswohnung
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. März 2019