FDP entwickelt Baulückenkataster für Berlin

FDP entwickelt Baulückenkataster für Berlin

Die FDP fordert eine systematische Erfassung von Baulücken in Berlin, um mehr Flächen für den dringend nötigen Wohnungsbau zu gewinnen. Am Montag präsentierte die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus ein Modell für ein solches digitales Baulückenkataster, das gemeinsam mit einem Immobiliendienstleister entwickelt wurde. Dort werden zunächst etwa 1000 Flächen identifiziert, auf denen bis zu 130 000 Wohnungen entstehen könnten, wie Fraktionschef Sebastian Czaja erläuterte.

Dies sei jedoch lediglich ein erster Schritt auf Basis verfügbarer Daten. Das Register sei ausbaufähig, wenn Senat und Bezirke sich einbringen und Informationen dazu liefern würden, so Czaja. Er schlug vor, in dem Register auch andere Wohnungsbaupotenziale aufzunehmen, und nannte den Dachgeschossausbau oder die Überbauung von Supermärkten als Beispiele.
Einen wirklichen landesweiten Überblick über die Potenziale zu haben, sei der erste Schritt hin zu einer «mietsenkenden Neubauoffensive», sagte Czaja. Was in anderen Kommunen wie Frankfurt (Oder) funktioniere, müsse auch in Berlin möglich sein. Czaja appellierte an die anderen Fraktionen im Abgeordnetenhaus, bei der Beratung eines FDP-Antrages zum Aufbau eines Baulückenkatasters aus dem Jahr 2017 an einem Strang zu ziehen. Der Antrag ist an diesem Mittwoch Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. März 2019