Baugewerkschaft fordert Altbausanierungen für Klimaschutz

Baugewerkschaft fordert Altbausanierungen für Klimaschutz

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt in Berlin warnt vor den Folgen unsanierter Altbauten fürs Klima.

Wohnungen im Kollwitzkiez

© dpa

Mehrfamilienhäuser aus der Gründerzeit in der Nähe des Kollwitzplatzes im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Um die CO2-Bilanz für die Hauptstadt zu verbessern, müssten mehr alte Wohnhäuser stärker gedämmte Wände sowie isolierte Dächer und Fenster bekommen, forderte die IG BAU Berlin in einer Mitteilung am Dienstag (12. März 2019).

Besonders viele Altbauten in Berlin

In Berlin gebe es besonders viele alte Häuser, die wegen mangelnder Dämmung potenziell schlechter fürs Klima seien, wenn sie nicht energetisch saniert würden. Rund zwei Drittel der Berliner Wohnhäuser seien vor 1979 bebaut worden. In einem Altbau sei der Energieverbrauch etwa dreimal so hoch wie in einem heutigen Neubau. Doch bundesweit werden laut IG BAU jedes Jahr nur etwa ein Prozent der Gebäude saniert. Das sei zu wenig.

Baugewerkschaft fordert Geld vom Staat

«Im Moment steht der Verkehr im Mittelpunkt der Debatte. Dabei machen Gebäude ein Drittel aller Treibhausemissionen aus», sagte der Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft, Christian Stephan, laut der Mitteilung. Immobilienbesitzer und Mieter dürften mit den Kosten allerdings nicht allein gelassen werden. Der Staat müsse energetische Gebäudesanierungen stärker als bisher fördern.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. März 2019