DIW skeptisch gegenüber geplanten Wohnungskäufen Berlins

DIW skeptisch gegenüber geplanten Wohnungskäufen Berlins

Der geplante Kauf tausender Wohnungen durch das Land Berlin stößt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung auf Skepsis. «Langfristig ist die einzige Lösung, das Angebot zu erhöhen», sagte Marcel Fratzscher, der Präsident des DIW Berlin, der Deutschen Presse-Agentur zur Debatte über den Wohnungsmangel.

Marcel Fratzscher

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Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, unterhält sich bei der dpa. Foto: Daniel Naupold/Archiv

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) will der Deutsche Wohnen die Bestände der einstigen GSW abkaufen. Sie gehörte mit ihren 60 000 Wohnungen bis 2004 dem Land, wurde dann aber privatisiert. Müller will die Wohnungen nach dem Rückkauf zu bezahlbaren Mieten anbieten.
Fratzscher bemerkte, er könne nicht sagen, ob es helfe, Mieten stärker zu subventionieren. «Kurzfristig kann Politik Gruppen absichern, die man absichern will.» Langfristig helfe nur Neubau. «Die Frage ist, was ist das Ziel der Politik, ob man erschwinglichen Wohnraum haben will und Verteilungspolitik macht.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. Januar 2019