Doppelt sicher: Diese beiden Feuerlöscher sollten Sie haben

Doppelt sicher: Diese beiden Feuerlöscher sollten Sie haben

Ein vergessener Kochtopf auf dem heißen Herd, ein durchgeschmortes Elektrogerät, eine umgekippte Kerze: Feuer kann rasch entstehen und um sich greifen. Mit einem Feuerlöscher lässt sich das Schlimmste meist verhindern. Aber: Nicht jeder Löscher ist für jedes Feuer geeignet. Die Aktion Das sichere Haus (DSH) gibt Tipps, wie man gute Löscher erkennt und welche man haben sollte.

Feuerlöscher für den Haushalt

© dpa

Die aufgedruckten Brandklassen - hier A, B und F - geben an, zum Löschen welcher Brandherde sich ein Feuerlöscher eignet.

Nein. Nicht jedes Löschmittel funktioniert bei jedem Feuer gleich gut. Ein Wasserlöscher zum Beispiel ist für Fettbrände nicht geeignet, denn das Wasser könnte eine gefährliche Fettexplosion auslösen. Setzt man daheim dagegen einen Pulverlöscher ein, ist anschließend häufig eine Spezialreinigung nötig.
Wichtig ist also die auf dem Löscher aufgedruckte Brandklasse. Sie gibt an, welche Brände ein Löscher gut bekämpfen kann. Löschertypen der Brandklassen A, B und F löschen Brände von festen Stoffen wie Holz und Textilien und brennbaren Flüssigkeiten, aber auch brennende Speiseöle oder -fette. Ein DSH-Film im Netz gibt einen Überblick.
Die Aktion DSH empfiehlt zwei Löscher in der Wohnung zu haben: einen handlichen Fettbrandlöscher für die Küche mit den Brandklassen ABF sowie einen größeren Schaumlöscher für den Rest der Wohnung. Ein guter Aufstellort ist der Flur oder ein anderer zentraler Ort.
Der Löscher muss die Kennzeichnung «DIN EN 3» tragen, bei kleineren Löschdosen ist es die «DIN SPEC 14411». Auch das bekannte CE-Zeichen sollte aufgebracht sein. Manche Löscher tragen das GS-Zeichen. Es bescheinigt, dass alle Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes erfüllt sind.
Ja, denn zugelassene Löscher sind nach DSH-Angaben in der Farbe «Feuerwehr-Rot» (RAL 3000) lackiert.
Grundsätzlich gilt bei einem Brand: Die eigene Sicherheit geht vor. Deswegen sollte man nur kleine Brände oder sogenannte Entstehungsbrände selbst zu löschen versuchen. Ansonsten gilt: Sich selbst und andere in Sicherheit bringen, wenn möglich die Tür zum Brandraum schließen - und auf jeden Fall die Feuerwehr rufen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. November 2021