Wohnungsmangel bremst Wachstum

Wohnungsmangel bremst Wachstum

Ohne den Wohnungsmangel würden viele deutsche Städte aus Sicht des Bevölkerungsforschers Reiner Klingholz noch stärker wachsen.

Wohnungsbau in Berlin

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Eine Baustelle für Wohnhäuser in Berlin

«Das ist ein bremsender Faktor», sagte der Leiter des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung der Deutschen Presse-Agentur. «Die Städte kommen mit dem Wohnungsbau nicht hinterher.» Weil die Mieten deshalb hoch seien, zögen etwa in Frankfurt, Stuttgart, München und Darmstadt immer mehr Menschen ins Umland - je nach Bahnverbindung bis zu 50 Kilometer vor die Städte.

Bau von Sozialwohnungen gefordert

An diesem Donnerstag (9. Mai 2019) präsentieren mehrere Verbände, der Deutsche Mieterbund und die IG BAU in Berlin ihre Forderung nach einem «Masterplan für den sozialen Wohnungsbau». In Städten mit Bedarf sei es sinnvoll, mehr Sozialwohnungen zu bauen, sagte Klingholz. Attraktive Städte wie Hamburg, Berlin, Leipzig, Düsseldorf und Köln wüchsen weiter, auch wenn der Zuzug zuletzt abgenommen habe.

Nicht an der falschen Stelle bauen

Es dürfe aber nicht an der falschen Stelle gebaut werden. So gebe es unter den Wachstumsstädten Orte, deren Umland schrumpfe, etwa Bremen, Düsseldorf, Köln, Dresden, Leipzig, Erfurt und Jena. «Solche Städte wie Bremen, da kann es in der Peripherie passieren, dass zu viel gebaut wird», sagte Klingholz. Wenn Landgemeinden, die eigentlich kein Wachstum erwarten können, Neubaugebiete auswiesen, drohten dort Immobilienblasen mit der Gefahr von Leerstand und fallenden Preisen in der nächsten Generation.
Kauf einer Eigentumswohnung
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. Mai 2019