Halogenlampen stehen vor dem Aus

Halogenlampen stehen vor dem Aus

Nach den Glühbirnen vor einigen Jahren werden im September 2018 auch fast alle Halogenlampen verboten. Das müssen Verbraucher zum Austausch wissen.

Halogenlampen

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Aus und vorbei: Neu produzierte Halogenlampen dürfen in der EU ab September 2018 nicht mehr auf den Markt kommen.

Als am 1. September 2012 das endgültige Aus der Glühlampe in Kraft trat, war die Aufregung groß. Es gab regelrechte Hamsterkäufe - und in vielen Haushalten finden sich die Stromfresser noch immer. Zum 1. September 2018 endet nun auch die Produktion der meisten Halogenlampe. Das Bedauern darüber dürfte sich allerdings in Grenzen halten, denn es gibt - inzwischen gute - energieeffiziente Leuchtmittel, allen voran die LEDs. Was Verbraucher wissen müssen:

Muss ich Halogenlampen zwingend entfernen?

«Nein, zu Hause kann ich tun und lassen, was ich will», sagt Martin Brandis von der Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Aber es sei nicht empfehlenswert, noch Glühbirnen zu verwenden. Sie verbrauchen sehr viel Strom, und es gibt inzwischen gute LEDs und Energiesparlampen, die ein ähnliches Licht erzeugen.

Darf der Handel mir noch Halogenlampen verkaufen?

«Ja, Restbestände dürfen verkauft werden», stellt Iris Vollmann von der Brancheninitiative Licht.de klar. «Bis auf wenige Ausnahmen werden Halogenlampen aber ab 1. September 2018 nicht mehr hergestellt.» Die Hochvolt-Halogenlampen für normale Netzspannung von 230 Volt gar nicht mehr, Niedervolt-Halogenlampen für eine Spannung von 12 Volt nur noch, wenn sie mindestens die Effizienzklasse B aufweisen. Auch klare Halogenlampen mit den Sockeln R7s und G9 bleiben in der Effizienzklasse C weiter im Handel, weil es dafür noch keinen Ersatz gibt.

Woran erkenne ich eine Halogenlampe?

«In einem Haushalt können sich verschiedene Lampenarten finden, die äußerlich der alten Glühlampe ähneln, nämlich Halogen- und Kompaktleuchtstofflampen sowie LEDs», erklärt Dietlinde Quack vom Öko-Institut in Freiburg. Halogenlampen haben oft eine spot-ähnliche Bauform, es gibt sie aber auch in Birnenform. Der Glühdraht ist von einem Schutzgas, dem Halogen, umgeben.

Wodurch kann ich alte Leuchtmittel ersetzen?

Watt war hier früher wichtigste Kennzahl, die für die Helligkeit einer Leuchtquelle stand. Weit verbreitet waren 40-, 60- und 100-Watt-Glühbirnen. Für LED und Energiesparlampe ist aber die Einheit Lumen (lm) die wichtige Information. Als Faustregel gilt: Etwas mehr als zehn Lumen entsprechen etwa einem Watt. Will man eine 40-Watt-Glühbirne ersetzen, wählt man also ein Energiesparmodell mit 470 Lumen. Circa 800 Lumen stehen für eine 60-Watt-Glühlampe, bei 100 Watt sind es 1400 Lumen. Daneben ist die Farbtemperatur in Kelvin wichtig. Eine warmweiße Lichtquelle hat 2700 bis 3000 Kelvin - das entspricht etwa dem Licht einer Glühbirne. Neutralweiße oder tageslichtweiße Lichtquellen haben eine höhere Zahl.
Klassische Glühbirne
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. August 2018