Energieversorger Gasag verkauft weniger Gas

Energieversorger Gasag verkauft weniger Gas

Das Berliner Energieunternehmen Gasag hat im Wettbewerb mit anderen Gasanbietern zuletzt größere Kunden verloren. Obwohl das Jahr 2017 ein wenig kühler war und Gasversorger davon oft profitieren, verkaufte der Konzern rund vier Prozent weniger Gas als 2016.

Gasflamme

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Eine Gasflamme brennt. Foto: Bernd Von Jutrczenka/Archiv

Sie hätten ein paar größere Kunden nicht mehr unter Vertrag, sagte Vertriebsvorstand Matthias Trunk am Donnerstag, den 26. April 2018. Dafür baut die Gasag ihr Geschäft mit Strom deutlich aus. Auch der Betrieb von Gasnetzen in Berlin und Brandenburg ist ein wichtiges Geschäft. Das Land Berlin möchte das Gasnetz eigentlich wieder verstaatlichen. Der Fall liegt derzeit aber bei Gericht.

Umsatzrückgang durch niedrigeren Gaspreis

Der Umsatz des Konzerns ging im vergangenen Jahr um 62 Millionen Euro auf etwa 1,105 Milliarden Euro zurück. Das lag nach Angaben der Gasag auch am gesunkenen Gaspreis. Gas war im vergangenen Jahr im Durchschnitt bundesweit so günstig wie zuletzt 2005.

Gasag senkt die Preise

Die Gasag kündigte auch Anfang 2018 eine Preissenkung für ihre Kunden an. Wie sich die Preise weiter entwickeln, sei schwer vorherzusagen, sagte der neue Vorstandschef der Gasag AG, Gerhard Holtmeier. Unter dem Strich blieb dem Unternehmen 2017 ein Gewinn von rund 35 Millionen Euro, nach 57 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Zukunft des Gasspeichers im Grunewald offen

Der Energieversorger legte auch Geld zum Rückbau seines Gasspeichers im Grunewald zurück. Der Speicher soll stillgelegt werden. Sie würden aber prüfen, ob sich der Speicher doch noch anderweitig nutzen lasse, sagte Holtmeier. Er ist seit etwa drei Wochen im Amt und will nun auch die Unternehmensstrategie noch mal prüfen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. April 2018