Berlin verdreifacht Zweitwohnungssteuer

Berlin verdreifacht Zweitwohnungssteuer

Die Zweitwohnungssteuer in der Hauptstadt steigt zum 1. Januar 2019 auf 15 Prozent der Nettokaltmiete.

Zweitwohnungsteuer

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Das Foto zeigt das Formular für eine Zweitwohnungssteuererklärung. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Zudem soll die Abgabe künftig sofort fällig werden und nicht wie bisher erst nach einem Jahr. Das beschloss das Abgeordnetenhaus am Donnerstag (14. Dezember 2017).

Mehr Menschen sollen Hauptwohnsitz in Berlin anmelden

Der rot-rot-grüne Senat verspricht sich von der Gesetzesänderung in erster Linie, dass mehr Menschen ihren Hauptwohnsitz in Berlin anmelden, nicht zuletzt Studenten. Das hätte Mehreinnahmen aus anderen Steuern und dem Länderfinanzausgleich zur Folge. Höhere Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer selbst, die zuletzt um die drei Millionen Euro jährlich einbrachte, seien nicht das Hauptziel.

Steuersatz bisher weit unter Bundesdurchschnitt

Im Durchschnitt müssen Steuerpflichtige für ihre Zweitwohnung laut Finanzverwaltung künftig pro Jahr 546 Euro statt bisher 182 Euro zahlen. Mit dem bisherigen Steuersatz liege Berlin weit unter dem Bundesdurchschnitt. Auch der neue Satz sei noch niedriger als etwa in München, Potsdam oder Konstanz.

130.000 haben Zweitwohnsitz in der Hauptstadt

Etwa 130.000 Menschen haben nach früheren Angaben der Finanzverwaltung einen Zweitwohnsitz in Berlin angemeldet, jedoch gelten nur rund 17.000 als steuerpflichtig. Für die anderen greifen Ausnahmen, etwa für bestimmte Berufspendler oder Menschen, die nur vorübergehend in der Hauptstadt leben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 14. Dezember 2017