2000 Stromausfälle in Berlin pro Jahr

2000 Stromausfälle in Berlin pro Jahr

Rund 2000 Mal im Jahr gibt es Stromausfälle in Berlin. Insgesamt sind pro Jahr davon viele hunderttausend Berliner betroffen.

Ein Strommast steht in Berlin

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Ein Strommast steht in Berlin. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Das geht aus einer am Donnerstag (28. September 2017) veröffentlichten Antwort des Senats auf eine FDP-Anfrage hervor. Demnach waren im letzten Jahr 794.990 Berliner Kunden der Stromkonzerne Opfer eines meist kurzzeitigen Ausfalls der Energieversorgung. Das war der Höchststand der vergangenen zehn Jahre. In erster Linie waren das private Haushalte, aber auch knapp 58.000 Firmenkunden.

Stromausfall dauert im Schnitt 43 Minuten

Im Durchschnitt dauerte ein Stromausfall im letzten Jahr 43 Minuten. Berlin liegt damit unter dem deutschlandweiten Durchschnitt von 12,7 Minuten, den die Bundesnetzagentur veröffentlichte (Mittelwert 2008 bis 2015: 15,9 Minuten). In den Jahren davor schwankte die Zahl der betroffenen Kunden zwischen knapp 500.000 und 760.000. Im Jahr 2007 lag die durchschnittliche Dauer bei 68 Minuten. Danach waren es meist Zeiträume von 40 bis 60 Minuten.

Steigendes Risiko für die Stromversorgung

Schwierigkeiten und Probleme bei der sicheren Stromversorgung könnten in Zukunft besonders durch zwei Faktoren entstehen, wie der Senat schreibt: den Ausbau der erneuerbaren Energien mit Wind- und Sonnenenergie sowie die zunehmende Digitalisierung des Energiesystems. Gerade die Computertechnik und Vernetzung von Stromerzeugung und -verteilung biete ein «erhöhtes Risiko eines Cyberangriffs». Zur Abwehr von kriminellen oder terroristischen Hacker-Angriffen auf die Stromversorgung beschloss die Bundesregierung im vergangenen Jahr eine «Cyber-Sicherheitsstrategie».
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. September 2017