Steglitzer Bierpinsel ist für 3,2 Millionen Euro zu haben

Steglitzer Bierpinsel ist für 3,2 Millionen Euro zu haben

Der 47 Meter hohe Turm in Steglitz steht seit Jahren leer. Jetzt bietet eine Immobilienfirma den Bierpinsel zum Verkauf. Die Eigentümer verfolgen ihre eigenen Pläne dennoch weiter.

Der Bierpinsel

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Der Bierpinsel ist zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Ein echtes Westberliner Wahrzeichen, der Bierpinsel in Steglitz, steht zum Verkauf. Mehrere potenzielle Käufer hätten bereits Interesse angemeldet, sagte der zuständige Makler der Immobilienagentur Sothebysrealty, einem Ableger des britischen Auktionshauses Sotheby's, am Dienstag. Zuvor hatten mehrere Medien über den geplanten Verkauf berichtet. Nach Angaben des Maklers haben die Interessenten ganz unterschiedliche Pläne für den 47 Meter hohen Turm an der Schloßstraße. «Das geht von Büros über Wohnungen bis hin zu einem Restaurant», sagte der Makler.

Bierpinsel steht seit Anfang 2017 unter Denkmalschutz

Laut der Annonce auf der Homepage von Sothebysrealty müssten Käufer etwa 3,2 Millionen Euro plus Makler-Provision für den Popart-Turm berappen. Außerdem müssen der Bezirk und das Landesdenkmalamt, das den Turm Anfang des Jahres unter Denkmalschutz stellte, dem Konzept des neuen Eigentümers zustimmen. Wann der neue Besitzer feststehe und was anschließend mit dem Bau geschehe, lasse sich daher schwer abschätzen. «Es kann zwei Monate dauern, es kann aber auch zwei Jahre dauern», sagte der Makler von Sothebysrealty.

Kneipen und Restaurants

Der Bierpinsel gehört seit seiner Errichtung 1976 zu den bekanntesten Bauwerken der Westberliner Postmoderne. Entworfen wurde er vom Berliner Architektenduo Ralf Schüler und Ehefrau Ursulina Schüler-Witte, die auch das Internationale Congress Centrum und die Kuppel der U-Bahnstation Nollendorfplatz planten. In den folgenden Jahrzehnten beherbergte das Gebäude Kneipen und Restaurants.

Bierpinsel seit Jahren leer

Seit einem Wasserschaden im Jahr 2010 steht das Gebäude leer. Eigentümer ist derzeit die Schlossturm GmbH. Deren Geschäftsführer Axel Bering sagte der «Berliner Morgenpost», dass die Eigentümer parallel zu den Verkaufsplänen auch noch eigene Nutzungspläne vorantreiben wollten.
Kauf einer Eigentumswohnung
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. August 2017