Berlin will Maklerhonorare bundesweit begrenzen

Berlin will Maklerhonorare bundesweit begrenzen

Berlin fordert eine bundesweite Begrenzung von Maklerhonoraren. Zudem soll auch beim Hauskauf gelten, dass derjenige den Makler bezahlt, der ihn bestellt. Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) will in wenigen Monaten eine Bundesratsinitiative vorlegen, wie seine Sprecherin Claudia Engfeld am Freitag sagte. Sie bestätigte entsprechende Informationen von «Spiegel Online». Demnach sollen Makler künftig nur noch schriftliche Aufträge entgegennehmen.

Justizsenator Thomas Heilmann (CDU)

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Justizsenator Thomas Heilmann (CDU). Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Die Maklercourtage ist derzeit nicht festgelegt und regional unterschiedlich. In Berlin sind 7,14 Prozent üblich (6 Prozent plus Mehrwertsteuer), in Bayern und Baden-Württemberg dagegen nur 3,57 Prozent.
Der rot-schwarze Berliner Senat beauftragte Heilmann am Dienstag, die Initiative zu erarbeiten, weil das Thema auf Landesebene kaum zu regeln sei, wie Engfeld sagte. Eine verfassungsrechtliche Prüfung speziell der Honorarbegrenzung stehe aber noch aus.
Im Bund arbeitet Justizminister Heiko Maas (SPD) an einer sogenannten Mietpreisbremse, die auch Neuregelungen für Makler vorsieht. Demnach soll bei neuen Mietverträgen gelten, dass derjenige den Vermittler bezahlt, der ihn bestellt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. Juli 2014