Wohnung in Berlin finden: Sieben Tipps für Wohnungssuchende

Wohnung in Berlin finden: Sieben Tipps für Wohnungssuchende

In Berlin eine Wohnung finden- dieses Vorhaben kann lange dauern. Sieben Tipps, mit denen Wohnungssuchende schneller ihre Traumwohnung finden.

Immobilienanzeige in der Zeitung

© dpa

Ruhig auch mal wieder einen Blick in die Zeitung werfen: Nicht alle Vermieter schalten Wohnungsanzeigen im Internet. Foto: Armin Weigel

Hohe Mieten, wenig Wohnungsangebote- in Berlin ist es schwer, eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden.
Mit der richtigen Strategie und viele Geduld kann es trotzdem klappen.

1. Wohnungsmarkt in Berlin beobachten

Wer in einen bestimmten Bezirk oder eine bestimmte Gegend ziehen möchte, sollte den Markt eine Weile im Blick haben. «Dabei sollte man immer mehrere Quellen nutzen», empfiehlt Hermann-Josef Wüstefeld vom Deutschen Mieterbund in Berlin.

2. Wohnungsanzeigen in Zeitungen und Internet checken

Viele Vermieter schalten nicht nur im Internet Wohnungsanzeigen. Es gibt viele, die eher auf die Zeitung setzen. Auch einen Makler könnten Wohnungssuchende natürlich einschalten- das kostet allerdings Geld.

3. Freunde und Bekannte für Wohnungssuche aktivieren

Wer über seine Wohnungssuche mit Bekannten und Freunden redet, erhöht seine Chancen. «Es gibt viele Wohnungen, die gar nicht erst auf den Markt gelangen», erklärt Wüstefeld. Oft werden sie gleich weitervermietet, weil der Vormieter einen Interessenten vorgeschlagen hat. Diese Chance gilt es zu nutzen.

4. Auf leere Wohnungen achten

Sieht man in der gewünschten Gegend leere Wohnungen, kann es sich lohnen, selbst den Vermieter oder die zuständige Hausverwaltung ausfindig zu machen und dort nachzufragen. Sollte die Wohnung schon vergeben sein, hat die Verwaltung vielleicht noch andere Wohnungen im Angebot.

5. Eigene Hausverwaltung fragen

Hat man ein gutes Verhältnis zum derzeitigen Vermieter oder der Hausverwaltung, kann man bei ihnen nachfragen, ob sie noch andere Wohnungen im Angebot haben.

6. Mieten richtig vergleichen

Ob eine Wohnung teuer oder preiswert ist, können Interessenten mit Hilfe des Mietspiegels feststellen. Wichtig zu bedenken: Die geforderte Miete darf bei einer Neuvermietung bis zu 20 Prozent über der von vergleichbaren Wohnungen in der Gegend liegen. «Nach dem Einzug ist man dann aber erstmal vor weiteren Mietsteigerungen gewappnet», erklärt Wüstefeld. Denn bei bestehenden Mietverhältnissen gilt der Mietspiegel als Maßstab.

7. Auf andere Gegenden ausweichen

Wer in der bevorzugten Gegend Berlins doch nichts findet, sollte den Umkreis der Suche erweitern. Oft ist das Wohnungsangebot in angrenzenden Stadtteilen größer. Vielleicht hat das sogar weitere Vorteile, weil die Infrastruktur dort unter Umständen besser ist. Besonders in Berlin sollten Wohnungssuchende in die Überlegungen einbeziehen, ob weitere Bauvorhaben geplant sind. Sonst hat man zwar eine schöne Wohnung, muss aber lange neben einer Baustelle wohnen.

Quelle: BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: 6. Dezember 2017