Müll: Berlin bekommt einheitliche Wertstofftonne

Müll: Berlin bekommt einheitliche Wertstofftonne

Ab 01.Januar 2013 wird in Berlin eine einheitliche Wertstofftonne eingeführt, die die Gelbe Tonne und die Orange Box ersetzt.

Einheitliche Wertstofftonne

© dpa

Orange Box und Gelbe Tonne werden ab Januar 2013 zur einheitlichen Wertstofftonne zusammengeführt.

Senator Michael Müller (SPD) hat für das Land Berlin eine Vereinbarung zwischen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, den Berliner Stadtreinigungsbetrieben und den für die Verpackungsabfälle zuständigen Dualen Systemen zur Einführung einer einheitlichen Tonne zur Sammlung von Wertstoffen unterzeichnet.

Damit werden ab dem 01. Januar 2013 die bisherigen parallelen Sammelsysteme "Gelbe Tonne" und "Orange Box" zusammengeführt.

Bisher: Gelbe Tonne und Orange Box

In der Gelben Tonne werden derzeitig Kunststoffe (z.B. Jogurt-/ Margarinenbecher, Spül- Waschmittelflaschen, Folien, Schaumstoffe), Metallverpackungen (z.B. Aluminiumfolie, Flaschenverschlüsse, Getränke-/ Konservendosen) und Verbundverpackungen (z.B. Getränkekartons) gesammelt.

Wertstoffe wie Elektrokleingeräte, Spielzeug, Metalle, Datenträger, Kunststoffe, Alttextilien und Altholz gehören in die Orange Box.

Zukünftig: Eine Tonne für fast alles

In der neuen einheitlichen Wertstofftonne können neben Verpackungen auch andere Gegenstände aus Metall und/oder Kunststoff über die einheitliche Wertstofftonne entsorgt werden.

Was zukünftig zum Recyclinghof gebracht werden muss

Allerdings können dann einige Dinge nicht mehr über die Mülltonnen entsorgt werden: Elektrokleingeräte, Holz und Alttextilien, die zur Zeit noch in die Orangene Box dürfen, müssen ab Januar 2013 wieder über die BSR Recyclinghöfe bzw. Sperrmüllabfuhren entsorgt werden.

Gelbe Säcke weiterhin gültig

Wer bisher seine Verpackungsabfälle über die gelben Säcke entsorgt hat, kann diese auch weiterhin für die gemeinsame Wertstoffsammlung verwenden.

BSR sammelt und sortiert

Auch in der neuen Wertstofftonne bleiben die bisherigen Verantwortlichkeiten für Verpackungen und stoffgleiche Nichtverpackungen erhalten. Das bedeutet, die BSR übernimmt die Sammlung der Wertstofftonne, sowie die Sortierung und Verwertung der Inhalte gemäß ihres Mengenanteils selbst. Zum Start im Januar 2013 wird das bei etwa 12 Prozent der Berliner Haushalte der Fall sein.

Einheitliche Wertstofftonne soll zum Klimaschutz beitragen

Außerdem soll die einheitliche Wertstofftonne zum Umweltschutz beitragen. Ausgehend von einer Studie des Umweltbundesamtes kann in den kommenden Jahren in Berlin mit einer Erhöhung der Sammel- und Recyclingmenge um bis zu 25.000 Tonnen und so mit einem Beitrag zur Klimaentlastung gerechnet werden.

Quelle: BerlinOnline/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt/BSR

| Aktualisierung: 4. Mai 2012