Digitales Design für neue Möbel

Digitales Design für neue Möbel

Früher hatte ein Designer eine Idee und fertigte davon eine Zeichnung an, die dann in ein dreidimensionales Modell umgesetzt wurde. Computer Aided Design, kurz CAD, hat für Designer ganz neue Möglichkeiten geschaffen. In Kombination mit Lasertechniken, so genannten 3D-Printings, werden die am PC kreierten Objekte mit einem Kunststoff-Material als fertiges Stück „ausgedruckt“. Jeder Designer kann seine Idee vom Anfang bis zum Ende selbst verwirklichen und z. B. Produkte in Kleinserien fertigen und verkaufen. Wie schnell die neuen Design-Ideen zum Mainstream werden können, zeigen die folgenden Beispiele. Noch vor wenigen Jahren als Avantgarde ausgestellt, haben große Möbelproduzenten solche ästhetischen Gebilde dank Massenproduktion zum Möbel für jeden gemacht.

  • "Ravioli Chair" von Greg Lynn für VITRA© Antje Kraschinski/BerlinOnline
  • "Ravioli Chair" von Greg Lynn für VITRA© Antje Kraschinski
    Inzwischen weltberühmt ist der "Ravioli Chair", den der Designer Greg Lynn für Vitra kreierte. Mit den Möglichkeiten der Computersimulation wurde eine quadratische Grundfläche in eine räumliche Figur transformiert. Als Ergebnis entsteht eine zeitgenössische Interpretation des klassischen Polstermöbels.
  • Licht-Objekt von Bathsheba Grossmann© Antje Kraschinski
    Die 1966 geborene US-amerikanische Künstlerin Bathsheba Grossmann entdeckte CAD Ende der 1990er Jahre und kreiert damit Skulpturen aus Metall oder Kristall. Ihren Objekten sieht man an, dass die Künstlerin zuerst einen Abschluss in Mathematik machte: Akkurate Symmetrie und eine feste Ordnung bestimmen die Designs, die ästhetisch- verschlungenen Gebilde haben kein Anfang und kein Ende, sind transformierte, mathematische Unendlichkeit. Homepage der Künstlerin: www.bathsheba. com
  • Licht-Objekt von Bathsheba Grossmann© Antje Kraschinski
    „Quin.MGX“ ist eine aus lichtdurchlässigem Material gefertigte Skulptur, die auf einer 12-seitigen Figur basiert. Dünne Lichtstrahlen betonen feine Lichtverläufe entlang der kugelförmigen Matrix.
  • "Damned" Lampe von Luc Merx© Antje Kraschinski
    Ornamental, opulent und bombastisch ist die Lampe "Damned" von Luc Merx, der damit bewußt an das Werk "Sturz der Verdammten" von Hieronymus Bosch erinnern will.
  • "Damned" Lampe von Luc Merx© Antje Kraschinski
    Von nahem betrachtet, erkennt man ineinander verwobene Figuren von Männern und Frauen, die sich in einem scheinbar endlosen Kampf befinden.
  • "Damned" Lampe von Luc Merx© Antje Kraschinski
    Am liebsten möchte Luc Merx, dass die Lampe über dem Esstisch hängt. Der Schock der erfrorenen, angsterfüllten Figuren soll für Verwirrung sorgen und die Fragen von Schuld und Moral aufwerfen.
  • "Damned" Lampe von Luc Merx© Antje Kraschinski
    Die "Damned"-Leuchte ist weltweit auf 40 Stück limitiert und wird z. B. bei www.proformshop.com für 27.000,- Euro angeboten.
  • "Spore" Lampe von Lionel T. Dean© Antje Kraschinski
    Der englische Designer und Architekt Lionel T. Dean schuf dieses Lampengebilde, das durch LED- Leuchten verschiedene Farben annehmen kann. Dean arbeitete zuerst für italienische Auto- Designer und kreierte sogar ein eigenes kleines Mobil bevor er sich in den 1990er Jahren dem Interior- Design zuwandte. Die Lampe "Spore" ist inspiriert durch mikroskopische Fotografien von Blütensporen. Mehr unter www.futurefactories.com
  • Stuhl "Solid C1" von Patrick Jouin© Antje Kraschinski
    Der Stuhl "Solid C1" des französischen Designers Patrick Jouin beruht auf einem zufällig generiertem zweidimensionalem Muster, das abgewandelt und in verschiedene Richtungen angelegt wurde.
  • Stuhl "Solid C1" von Patrick Jouin© Antje Kraschinski
    Schnitte durch das Material erzeugen die wabenförmige Struktur der Sitzfläche. Website des Designers: www.patrickjouin.com
  • "Omi.MGX" von Assa Ashuach© Antje Kraschinski
    Die "Omi.MGX" Lampe besteht aus einem einzigen Teil und kann entweder zusammengebunden oder auseinander gezogen aufgehängt werden.
  • "Omi.MGX" von Assa Ashuach© Antje Kraschinski
    Der in Großbritannien lebende israelische Designer Assa Ashuach entwarf den Prototypen für diese Lampe bereits 1999. Damals verknüpfte er 120 bewegliche Scheiben mit einem Gummiband und erschuf so die Illusion eines überdimensionalen Wurmes.
  • "Omi.MGX" von Assa Ashuach© Antje Kraschinski
    Durch computergestütztes Design konnte er die Herstellung wesentlich vereinfachen und die variable Lampe verkaufsfähig herstellen.
  • "MyLight" von Lars Spuybroek© Antje Kraschinski
    Die Lampen des mehrfach ausgezeichneten Rotterdamer Architekten und Kunst- Professoren Lars Spuybroek bilden Objekt- Familien, in denen jedes Stück individuell bleibt und gleichzeitig die Variation eines anderen ist.
  • "MyLight" von Lars Spuybroek© Antje Kraschinski
    Die jeweils individuelle Form entsteht durch eine simple Variation am Computerprogramm. Mit wenigen Befehlen werden die Formen bauchiger oder schmaler oder runder oder größer oder kleiner oder haben mehr oder weniger Löcher... Kosten einer Spuybroek-Lampe: um die 5000 Euro.
  • "Twiggy Lamp" von Tomoko Azumi© Antje Kraschinski
    Die japanische Designerin Tomoko Azumi lebt und arbeitet in London. In den letzten Jahren hat sie immer wieder Lichtobjekte und Lampen entworfen. Aus diesem Jahr stammt die Tischlampe "Twiggy Lamp".
  • "Twiggy Lamp" von Tomoko Azumi© Antje Kraschinski
    Das Muster ist ein Experiment zur digitalen Formgewinnung. Natürliche Elemente wurden digital gespeichert und sortiert. Das Ergebnis sind Muster, die durch Handarbeit nicht hätten entstehen können. Website: www.tnadesignstudio.co.uk

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