Küchen-Lifting: Mit wenig Geld Einbauküchen verschönern

Küchen-Lifting: Mit wenig Geld Einbauküchen verschönern

Wie man mit Geschick und wenig Geld abgenutzte Einbauküchen verschönern kann: Tipps, Tricks und Anleitungen.

Küchen-Lifting durch eine neue Arbeitsplatte

© dpa

Eine neue Arbeitsplatte reicht und die Küche sieht gleich anders aus.

Neue Einbauküchen kosten tausende, schnell auch zehntausende Euro. Eine günstige Alternative für einen neuen Küchen-Look ist der Austausch der elektrischen Geräte wie Herd, Kühlschrank, Spülmaschine oder Ofen und das optische Liften der Küche. Denn mit ein wenig Geschick kann ein Heimwerker die Fronten einer Einbauküche verändern, die alte Arbeitsplatte ersetzen und den Fliesenspiegel erneuern.

Melamin-Küchenfronten mit Speziallack überstreichen

«Wenn die Fronten mit sogenanntem Melaminharz- auch unter dem Namen Resopal bekannt- beschichtet sind, können diese überstrichen werden», sagt Maribel Goncalves von der DIY-Academy in Köln. Im Baumarkt gibt es Speziallacke für Möbel mit Melaminoberflächen zu kaufen.

So gehts:
«Vor dem Anstrich werden die Küchenfronten zunächst mit Anlauger und Küchenschwamm gründlich gereinigt und entfettet», erläutert Goncalves. Anschließend müsse man den Untergrund mit Schleifpapier der Stärke 240 bearbeiten. Eine Grundierung sorgt für eine gute Haftung und macht den Lack strapazierfähig, der anschließend in zwei Anstrichen aufgetragen wird. Ganz wichtig: Beim Arbeiten sollte die Farbrolle nicht am Rand der Küchenoberflächen ansetzen, sondern immer etwas darunter oder daneben.

Küchenfronten austauschen

Eine Alternative zum Anstrich: Küchenfronten kann ein Heimwerker auch gegen neue austauschen, wenn die Korpusse noch in Ordnung sind. Meist ist es auch möglich, die Tür-Scharniere weiterzuverwenden, sofern sie noch einwandfrei funktionieren. Wenn ihre Positionen unterschiedlich sind, müssen neue Löcher gebohrt werden- exakt schafft man das mit Hilfe einer Raster 32-Lochschablone aus dem Baumarkt.

Arbeitsplatte austauschen wirkt Wunder

«Beim Austausch von Kochfeldern und Spülen ist häufig auch der Austausch der Arbeitsplatte notwendig», sagt Frank Hüther, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche. Das lässt die Küche, die man jahrelang tagein, tagaus gesehen hat, auch gleich anders wirken.

So gehts:
Bevor man die Arbeitsplatte abnimmt, müssen Spüle, Armatur, Abfluss, Kochfeld und Wandabschlussleisten entfernt werden. Anschließend werden die Umrisse der neuen Geräte auf die neue Arbeitsplatte übertragen- ist diese aus Holz oder Holzwerkstoffen, können auch Heimwerker diese selbst aussägen. Bei Steinplatten sollte man das lieber dem Lieferanten überlassen.

Fliesen einfach überlackieren

Unansehnliche Fliesen kann man ebenfalls einfach mit Lack überstreichen, sagt Maribel Goncalves. Wenn der alte Untergrund tragfähig ist, kann über die alten Fliesen ein neuer Belag gefliest werden. Beides lässt sich aber nicht wieder entfernen- daher müssen diese Veränderungen in Mietwohnungen vom Vermieter erlaubt werden.

Fliesen mit Glas oder Edelstahl verkleiden

Wer das nicht darf, hat andere Möglichkeiten: «Hässliche Fliesen können auch durch große, mit Farbe beschichtete Wände aus Sicherheitsglas getarnt werden», rät Goncalves. Das Glas lasse sich besser reinigen als Fliesen, da es keine Fugen hat. Auch Edelstahlpaneele zwischen Ober- und Unterschränken gibt es.

Fliesen mit Fototapete überdecken

Eine kreative und günstige Lösung ist das Verkleiden der Fliesen mit einer dünnen Sperrholzplatte, die mit Fototapete beklebt wird. Goncalves empfiehlt, vor diese Wand noch ein Plexiglas zu hängen, um sie zu schützen. Diese Konstruktion sollte aber nicht hinter dem Herd angebracht werden, da sie leicht Feuer fangen könne.
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Quelle: dpa/Stiftung Warentest

| Aktualisierung: 9. November 2017

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