Mangelbeseitigung muss der Mieter zulassen

Mangelbeseitigung muss der Mieter zulassen

Lässt ein Mieter Arbeiten zur Beseitigung eines Mangels nicht zu, muss er die volle Miete weiter zahlen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Karlsruhe hervor.

Darauf weisen die Miet- und Immobilienrechtsexperten des Deutschen Anwaltvereins in Berlin hin (Az.: 9 S 206/08). Mietminderungen oder das Zurückhalten von Zahlungen seien nicht zulässig, wenn der Mieter die Reparaturen nicht gestattet. In dem Fall verhinderte ein Mieter die Vollendung einer Reparatur undichter Wasserleitungen.
Dadurch blieb ein großes Loch in der Badezimmerdecke. Der Mieter verweigerte den Handwerkern den Zutritt zur Wohnung und kürzte die Miete aufgrund der Baustelle im Bad monatlich um 50 Prozent. Als der Mietrückstand das Neunfache der monatlichen Miete betrug, kündigte die Vermieterin dem Mann fristlos.
Die Räumungs- und Zahlungsklage war erfolgreich. Das Bad sei zwar in der Tat mangelhaft, erläuterten die Richter. Aber das habe der Mieter zu verantworten. Die Vermieterin habe den Mangel nicht beseitigen können und hätte daher Anrecht auf die volle Miete.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. November 2010 15:48 Uhr

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