Graffiti an Hauswand: Grund zur Mietminderung?

Graffiti an Hauswand: Grund zur Mietminderung?

Dürfen Mieter bei einem Graffiti an der Hauswand die Miete mindern? Kommt drauf an: Auf den Umfang der Schmierereien, die Wohngegend und manchmal auch den Auftraggeber.

Graffiti an Hauswand

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Nicht selten verunstaltet ein Graffiti eine Hauswand.

Graffiti an Hauswänden finden manche Mieter nicht schön. Allerdings sind die Malereien in diesen Fällen nicht automatisch ein Grund, die Miete zu mindern. Entscheidend sind hierbei immer der Umfang der Graffiti und die örtlichen Verhältnisse.

Mietminderung bei verwahrlostem Eindruck möglich

Erst wenn die Fassaden in einem erheblichen Umfang durch Graffiti bedeckt sind und hierdurch das ortsübliche Maß überschritten ist, kann der Mieter die Miete mindern. Darauf weist der Vermieterverband Haus & Grund Deutschland hin. Dies ist immer dann der Fall, wenn das Gebäude durch das Graffito einen verwahrlosten Eindruck macht.

Mieter können Entfernung verlangen

In Wohngegenden, in denen Graffiti eher unüblich sind, können jedoch auch schon kleinere Schmierereien das hinzunehmende Maß an Beeinträchtigungen überschreiten. In diesem Fall können Mieter auch verlangen, dass die Bilder beseitigt werden.

Keine Mietminderung bei beauftragtem Graffiti

Unabhängig davon berechtigen Graffiti, die von dem Vermieter zur optischen Gestaltung der Fassade beauftragt worden sind, nicht zu einer Mietminderung. Denn die äußere Gestaltung steht dem Vermieter frei, soweit diese nicht objektiv eine Verunstaltung darstellt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. August 2016 10:44 Uhr

Spezial: Mietminderung