Abfluss verstopft: Wer zahlt, Mieter oder Vermieter?

Abfluss verstopft: Wer zahlt, Mieter oder Vermieter?

Haare, Essensreste oder Kalk: Die Ursache für einen verstopften Abfluss bestimmt, ob der Mieter oder der Vermieter die Reparaturkosten zahlen muss. Wer wann haftet.

Wasser läuft nicht ab

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Eine Abflussverstopfung muss nicht immer der Mieter beseitigen. Bei Haaren in der Dusche etwa, ist der Vermieter zuständig.

Mieter müssen die Beseitigung von Abflussverstopfungen nicht automatisch selbst bezahlen. Die Kosten müssen sie nur übernehmen, wenn sie die Verstopfung auch verursacht haben. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Haare und Essensreste im Abfluss: Vermieter zahlt

Für Verstopfungen, die auf einen vertragsgemäßen Gebrauch zurückzuführen sind, ist der Vermieter zuständig. Sollte die Verstopfung also durch den normalen Haarverlust beim Duschen oder durch anders nicht zu beseitigende Essensreste beim Geschirrspülen entstehen, haftet der Mieter nicht.

Gegenstände oder zu viel Toilettenpapier: Mieter haften

Das gilt auch, wenn die Verstopfung auf bauliche Mängel oder auf eine altersbedingte Verkalkung der Rohre zurückzuführen ist. Sollte aber zum Beispiel das kleine Kind der Mieter Gegenstände oder zu viel Toilettenpapier in die Toilette werfen und diese so verstopfen, muss der Mieter den Mangel beheben.

Mieter muss Vermieter über verstopften Abfluss informieren

Auch wenn der Vermieter zuständig ist, ist der Mieter verpflichtet, ihm die Verstopfung anzuzeigen. Unterlässt er dies und kommt es später wegen der Verstopfung zu einer Überschwemmung, kann der Mieter für die hieraus entstehenden Schäden ersatzpflichtig sein.
Arbeiten am Laptop
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. September 2018 10:33 Uhr