Haustiere: Frettchenhaltung nicht automatisch erlaubt

Haustiere: Frettchenhaltung nicht automatisch erlaubt

Wer sich Frettchen als Haustiere halten will, sollte wissen, dass das nur unter bestimmten Umständen ohne Vermietererlaubnis geht.

Frettchen sind keine Kleintiere

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Frettchen sind keine Kleintiere und können die Wohnung verschmutzen. Deswegen ist es ratsam, die Zustimmung des Vermieters einzuholen. Foto: Frank Rumpenhorst

Aus Sicht mancher Gerichte gelten Frettchen nicht als Kleintiere. Denn Kleintiere würden in geschlossenen Behältnissen gehalten, befand das Amtsgericht Berlin-Neukölln (Az.: 2 C 340/11), wie die Zeitschrift «Das Grundeigentum» (Heft 15/2012) berichtet. Laufen Frettchen aber frei in der Wohnung herum, gilt diese Definition nicht mehr. Daher sei für die Haltung die Zustimmung des Vermieters erforderlich.

Frettchen laufen frei in der Wohnung umher?

In dem verhandelten Fall hatte ein Mieter drei Frettchen in seiner Wohnung gehalten. Der Vermieter störte sich daran. Da die Tiere frei herumlaufen, würden sie die Wohnung seiner Ansicht nach verschmutzen und die Holzdielen anfressen. Der Mieter erklärte, die Tiere würden zu 90 Prozent im Käfig gehalten. Die Holzdielen könnten sie aufgrund des verlegten Teppichs nicht beschädigen.

Kleintiere gehören in den Käfig

Die Richter gaben in diesem Fall jedoch dem Vermieter Recht. Da die Frettchen nicht ausschließlich im Käfig gehalten werden, handele es sich nicht um Kleintiere, befanden sie. Insofern sei die Zustimmung des Vermieters erforderlich gewesen, die in diesem Fall aber nie erteilt worden sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. August 2012 13:58 Uhr

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