Brand durch Kerzen: Hausratversicherung zahlt nicht immer

Brand durch Kerzen: Hausratversicherung zahlt nicht immer

Wer durch grobe Fahrlässigkeit einen Brand verursacht, kann den Versicherungsschutz verlieren. Dazu zählt schon, eine brennende Kerze eine Zeit lang unbeaufsichtigt zu lassen.

Vorsicht bei echten Kerzen

© dpa

Gemütlich, aber gefährlich: Wer am Adventskranz echte Kerzen entzündet, muss sie gut im Blick behalten.

Gerade in der Weihnachtszeit sollten Mieter Kerzen oder Teelichter niemals unbeobachtet in der Wohnung brennen lassen. Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin. Denn das kann richtig teuer werden.

Hausratversicherung zahlt nicht bei Fahrlässigkeit

Wenn ein Feuer ausbricht, zahlt die Hausratversicherung nur, wenn der Betreffende nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Auch beim Abbrennen von Wunderkerzen zu Weihnachten oder Silvester sei daher Vorsicht geboten. Das Landgericht Offenburg entschied in einem Fall zum Beispiel, dass es grob fahrlässig ist, Wunderkerzen direkt am Weihnachtsbaum zu entzünden (Aktenzeichen: 2 O 197/02). Die Hausratversicherung war nicht verpflichtet, den entstandenen Schaden zu übernehmen.

Eltern müssen auf Kerzen und Kinder aufpassen

Eltern sollten besonders auf ihre Kinder achten. Kommt es zu einem Brand, weil ein Achtjähriger mit dem auf dem Esszimmertisch liegenden Feuerzeug Teelichter entzündet, könne dem Kind kein Vorwurf gemacht werden, führte das Landgericht Bielefeld in einem Fall aus. Denn die Gedanken des Kindes seien einen Tag vor Weihnachten «von der Frage beherrscht» gewesen, welche Weihnachtsgeschenke es bekommen werde. Die Eltern mussten allerdings haften, denn sie hätten besser aufpassen müssen (Aktenzeichen: 21 S 166/06).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Dezember 2017 11:22 Uhr

Advent & Weihnachten