Energetische Gebäudesanierung rechtfertigt Mieterhöhung

Sanierungskosten können auf die Mieter umgelegt werden. Bislang noch in begrenzter Höhe. Mieter sollten die Mehrkosten genau prüfen.
Wohnhaus
Mieterhöhungen nach der Sanierung sind unter bestimmen Umständen möglich. © dpa

Nach der aktuellen Rechtslage dürfe der Vermieter bis zu elf Prozent der Sanierungskosten auf die Jahresmiete umlegen, erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Das kann schnell ins Geld gehen. Wenn das Austauschen von Fenstern und das Dämmen der Wände beispielsweise 20.000 Euro gekostet haben, dürfe die Jahresmiete um bis zu 2200 Euro steigen.

Bei der Modernisierung genau hinschauen

«Das macht im Monat stolze 183 Euro, die der Mieter mehr zahlen muss», rechnet Ropertz vor. Und er könne sich dagegen nicht wehren. «Die elf Prozent sind geltendes Recht.» Der Experte rät Mietern aber trotzdem genau hinzusehen, wenn ihr Wohnhaus saniert wird. Und zwar bestenfalls vor, während und nach der Modernisierung.

Vor der Sanierung

Prüfen, ob geplante Sanierung rechtens ist
«Wenn eine Sanierung ansteht, müssen Mieter darüber schon drei Monate vorher in Kenntnis gesetzt werden», erklärt Ropertz. Dabei müsse dem Mieter beispielsweise mitgeteilt werden, wie lange die Sanierung voraussichtlich dauert und welche Mieterhöhung erwartet wird.

Ob die geplanten Maßnahmen rechtens sind, sollte der Mieter dann bereits prüfen lassen - «etwa vom örtlichen Mieterverein».

Während der Sanierung

Eventuell Miete mindern
Auch während der Sanierung hat der Mieter Ansprüche, fügt Ropertz hinzu. Wenn Mängel auftreten - zum Beispiel durch abgehängte Fenster oder starke Lärmbelästigung - könne der Mieter unter Umständen die Miete mindern.

Nach der Sanierung

Mieterhöhung prüfen lassen
Nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten flattert Mietern irgendwann die Modernisierungsmieterhöhung ins Haus. «Diese sollte der Mieter unbedingt checken lassen», rät der Mietexperte. Auch dabei könne eine Mieterorganisation helfen.

Einspruch einlegen
Wird festgestellt, dass die Mieterhöhung nicht gerechtfertigt ist, wenden sich Mieter schriftlich an den Vermieter. «Die höhere Miete zahlt der Mieter natürlich vorerst nicht.» Akzeptiert der Vermieter diesen Einspruch, sei die Angelegenheit erledigt. Wenn nicht, bleibt ihm nur noch der Klageweg. Denn im Zugzwang ist dann der Vermieter: «Schließlich will er ja etwas vom Mieter - und nicht andersherum.»

Quelle: dpa (Stand: Oktober 2010)
Aktualisierung: Montag, 23. April 2012 11:33 Uhr

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