Wasserleitung mit Schleimfilm ist kein Mietmangel

Wasserleitung mit Schleimfilm ist kein Mietmangel

Ein schleimiger Film in der Trinkwasserleitung ist in einer Mietwohnung kein Mangel. Der sogenannte Biofilm sei von Hygieneinstituten als nicht gesundheitsschädlich eingestuft worden.

Wasserhahn

© dpa

Keine Angst vorm Biofilm: Solch ein Film bildet sich in allen Trinkwasserleitungen und ist gesundheitlich unbedenklich. (Bild: dpa)

Das berichtet der Deutsche Mieterbund in Berlin in der Zeitschrift «Wohnungswirtschaft und Mietrecht». Er verweist dabei auf ein Urteil des Amtsgerichts Münster (Az.: 28 C 2750/09).
Arbeiten am Laptop
© Drobot Dean - stock.adobe.com

Berlin-Mail für Individualisten

Zeig, dass Du Berliner bist und sichere Dir Deinen.Namen@Berlin.de als E-Mail-Adresse. Die sichere und zuverlässige Berlin-Mail bietet alles, was Du für den Alltag im Internet brauchst. mehr

In dem Fall wohnte der Kläger seit 1991 in der Wohnung. Im Jahr 2009 stellte ein Gutachter fest, dass sich in der Einfüllkammer der Waschmaschine und im Spülkasten der Toilette eine schleimige Masse abgesetzt hatte. Abgetrocknet bildete diese einen schwarzen Belag, der laut dem Mieter unangenehm roch. Der Belag war auch in den Wasserperlatoren und im Duschkopf zu finden. Der Kläger verlangte, dass der Vermieter die Ursache der Schleimbildung beseitigt und die vorgerichtlichen Anwaltskosten in Höhe von 277 Euro übernimmt.
Das Gericht wies die Klage ab, da kein Mangel der Mietsache vorliege. Der Sachverständige habe in seinem Gutachten festgestellt, dass sich in allen Trinkwasserleitungen ein Biofilm bildet. Dieser sei gesundheitlich unbedenklich. Es genüge, regelmäßig die Armaturen mit einer Bürste zu reinigen und Kleinteile wie Duschköpfe auszukochen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. November 2010 15:57 Uhr

Mehr zum Thema

Spezial: Mietminderung