Katzen dürfen nicht in die Wohnung des Nachbarn gelangen

Katzen dürfen nicht in die Wohnung des Nachbarn gelangen

Katzenhalter müssen dafür sorgen, dass ihr Vierbeiner das Grundstück vom Nachbarn nicht als «Katzenklo» missbraucht. In einem Fall vor dem Landgericht Bonn klagte ein Mann, dass die Nachbarskatze in seine Wohnung gelange (Az.: 8 S 142/09).

Katze unterwegs

© dpa

Läuft die Katze frei herum, sollten Halter darauf achten, dass sie die Terrasse vom Nachbarn nicht verschmutzt. (Bild: dpa)

Außerdem hinterlasse sie auf Balkon und Terrasse Kot, Urin und Erbrochenes, stoße Gegenstände um und spiele mit der Wäsche. Darüber hinaus machte der Mann geltend, das Tier erzeuge störende Laufgeräusche auf dem Dach, wie die «Neue Juristische Wochenschrift» berichtet.
Die Richter entschieden, dass die Katze so gehalten werden muss, dass nicht mehr in die Wohnung gelangen kann und weder Kot noch Erbrochenes hinterlässt. Es sei zwar ortsüblich, dass Katzen andere Grundstücke betreten. Nicht mehr hinnehmbar sei es aber, wenn das Tier in die Wohnung mit einem Säugling gelangen kann und sie verunreinigt. Die übrigen Einwände fanden bei Gericht kein Gehör.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. November 2010 18:01 Uhr

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