Bestandsschutz macht Umbau oft einfacher als Neubau

Bestandsschutz macht Umbau oft einfacher als Neubau

Manchmal erscheint es sinnvoller, das Haus abzureißen und neu zu bauen statt aufwendig zu modernisieren. Doch nicht immer verschafft dies dem Bauherrn mehr Möglichkeiten.

Hausabriss

© dpa

Ob sich ein Hausabriss lohnt, hängt oft vom geltenden Baurecht ab. Bauherren sollten daher vorher in den Bebauungsplan einsehen.

Wer darüber nachdenkt, eine Immobilie abreißen zu lassen, sollte vorher den Bebauungsplan genau prüfen. Zwar kann sich ein Neubau unter Umständen finanziell mehr lohnen. Doch nicht alles, was einst erlaubt war, ist baurechtlich auch heute noch möglich.

Für Neubau gilt aktuelles Baurecht

Während für bereits gebaute Gebäude ein Bestandsschutz gilt, kann ein Neubau anderen Regeln unterliegen - etwa wenn sich das geltende Baurecht im Laufe der Zeit verändert hat, erklärt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB).

Anbau oder Umbau einfacher als Neubau

Sobald die Bagger anrücken und das alte Haus abtragen, unterliegt der Neubau heutigem Baurecht. Unter Umständen kann es also leichter sein, Veränderungen an einem bestehenden Gebäude durch einen Umbau oder Anbau umzusetzen.

Bebauungsplan im Bauamt erklären lassen

Bauherren können den Bebauungsplan öffentlich einsehen und sich im Bauamt erklären lassen. Ein genauer Blick in die Unterlagen lohnt sich generell vor einem Hauskauf - denn darin steht nicht nur, was der Käufer auf seinem eigenen Grundstück bauen darf, sondern auch woran sich Nachbarn bei der Bebauung halten müssen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. Oktober 2016