Eingang pflastern: Materialien, Muster, Möglichkeiten

Eingang pflastern: Materialien, Muster, Möglichkeiten

Mit dem Eingang eines Hauses bekommen Besucher ihren ersten Eindruck. Genauso wichtig: Auch bei Nässe sollte man sicher auftreten können und die Treppe hochkommen.

  • Pflasterideen für den Eingang© dpa
    Größere Pflastersteine geben mehr Trittsicherheit.
  • Pflasterideen für den Eingang© dpa
    Auch Terrassendielen aus Holz-Polymer-Werkstoffen eignen sich für Eingangsbereiche, da sie rutschfest sind.
  • Pflasterideen für den Eingang© dpa
    Eine Mischung aus großen Treppensteinen und kleinen Pflasterungen lässt den Weg durch den Garten natürlicher wirken.
  • Pflasterideen für den Eingang© dpa
    Rutschfeste WPC-Terrassendielen lassen sich im Verbund mit Pflastern verlegen.
  • Pflasterideen für den Eingang© dpa
    Gerne werden verschiedene Pflastersteine gemischt - hier auch zusätzlich in Verbindung mit einer Kiesfläche.
  • Pflasterideen für den Eingang© dpa
    Noch ist es eine Baustelle, aber bald schon werden die Einfahrt und der Hauseingang die Visitenkarte des Hauses sein.
Ein schön verlegtes Pflaster am Hauseingang und auf den Gartenwegen ist ein kleines Kunstwerk. «Wichtig ist, dass die Optik zum Charakter der Fassade und der Haustür passt», betont Michael Henze vom Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL) in Bad Honnef bei Bonn.

Mit Pflasterung Verbindung zur Natur schaffen

Schön ist es, wenn mit der Pflasterung eine Verbindung zur Natur hergestellt wird, sie gewissermaßen miteinander verwachsen. «Mit einer organischen Bauweise zum Beispiel in Form von Kreisbögen oder Schuppen nimmt die Pflasterung das Naturthema auf.»

Weg muss wetterfest und sicher sein

Der Weg zum Haus muss nicht nur praktisch, möglichst wetterfest und sicher sein. Er soll auch ein gutes Bild abgeben. Denn er ist schließlich der erste Eindruck, den Gäste von Haus und Grundstück bekommen. Ein filigran gelegtes Pflaster, ein liebevoll gestaltetes Mosaik oder ein patchworkartiger Weg aus verschiedenen Materialien wirken individuell und einladend.

Betonpflaster ist am günstigsten

Aber natürlich ist auch ein einfaches Betonpflaster möglich. «Das kann sogar von Heimwerkern selbst verlegt werden», sagt Robert Sikorski von der Interessengemeinschaft Deutscher Pflasterer und Steinsetzer. Sie bekommen vom Baustoffhändler mit den Steinen auch die Verlegeanleitungen. «Das ist die günstigste und praktischste Möglichkeit, seinen Hauseingang oder die Wege zu pflastern.»

Natursteine setzen Patina an

Beliebte Naturpflaster sind Porphyr, Granit, Basalt, Grauwacke, Sandstein, Marmor und Schiefer. Sie sind robust, langlebig und setzen mit der Zeit eine gewisse Patina an, die sie für viele noch attraktiver wirken lässt. «Natursteine lassen sich auch gut mit anderen Materialien zusammen verlegen», erklärt Henze. Etwa mit Beton, Klinker oder Holz ergeben sich attraktive Kombinationen, eine große Betonplatte lässt sich zum Beispiel mit kleinen Natursteinen einfassen.

Natursteinpflaster ist schwierig zu verlegen

Das ist aber oft nichts für den Heimwerker: «Reines Natursteinpflaster ist schwieriger zu verlegen als industriell gefertigte Materialien», sagt Sikorski. Weil jeder Stein anders ist, erfordert es viel Geschick und Erfahrung, um sie genau und sicher zu verlegen. «Ist zum Beispiel der Fugenabstand zu groß, lockern sich die Steine schnell und man stolpert darüber.» Aber: Einen Fachmann zu finden, der alle Muster und Verlegeverbände kennt und auch ausführen kann, ist heutzutage gar nicht so leicht. «Der Beruf des Pflasterers und Steinsetzers wird heute gar nicht mehr gelehrt», sagt Sikorski. «Und damit nimmt auch das Fachwissen ab.»

Kleine Steine sorgen für Stabilität

Die Folge ist, dass in der Praxis häufig ungeeignete Steine gewählt werden. Gerade bei kleineren Steinen drohen Schäden. Sikorski rät daher Hausbesitzern zu größeren Steinen von zehn mal zwölf Zentimetern und. «Sonst ist das Ganze nicht stabil.»

Grobporiges Material macht Treppen rutschfest

Die Treppen zum Hauseingang werden auch seltener kleinteilig gepflastert, denn größere Treppenelemente geben mehr Trittsicherheit. «Wichtig ist, ein grobporiges oder geriffeltes Material zu verwenden, damit die Stufen rutschfest sind», erklärt Henze. Besondere Vorsicht sei bei Holztreppen und -dielen geboten, denn diese können bei Nässe gefährlich glatt werden.

Terrassendielen aus WPC

Für Eingangs- und Außenbereiche eignen sich auch Terrassendielen aus Holz-Polymer-Werkstoffen (engl.: Wood Polymer Composites, kurz WPC). «Durch die Verbindung von Holzfasern und Polymeren entsteht ein Werkstoff, der sehr langlebig, pflegeleicht und splitterfrei ist», erklärt Peter Sauerwein, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie. «Aufgrund der Oberflächenstruktur sind WPC-Terrassendielen auch bei Nässe rutschfest.» Da die Verlegung wie bei normalem Holz unkompliziert ist, eignen sich diese Terrassendielen gut für die Gestaltung von Wegen und Treppen.
Arbeiten am Laptop
© Drobot Dean - stock.adobe.com

Berlin-Mail für Individualisten

Zeig, dass Du Berliner bist und sichere Dir Deinen.Namen@Berlin.de als E-Mail-Adresse. Die sichere und zuverlässige Berlin-Mail bietet alles, was Du für den Alltag im Internet brauchst. mehr

Freude auf der Terrasse
© BGL/PdM/dpa/tmn

Terrasse selbst pflastern

Den Traum der eigenen Terrasse kann sich der Hobby-Heimwerker wahr machen - wir erklären wie es geht. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. Januar 2017