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Astern: Auf den Standort kommt es an

Farbtupfer im spätsommerlichen und herbstlichen Garten: Astern blühen von August bis in den November hinein - aber nur am richtigen Standort.
Raublatt-Aster: Rosa Sieger
Leuchtendes Pink im Beet: Astern wie die Raublatt-Aster 'Rosa Sieger' erwecken den Garten im Herbst noch einmal zu blühendem Leben. © dpa

Astern sind in Nordamerika zuhause, wachsen wild von Neufundland bis nach Georgia. Überall dort säumen sie als üppige Hochstaudenflure die Fluss- und Bachufer. Die Böden dort sind nährstoffreich und gut durchlässig. Ständig steigt vom Fluss aus Wasser nach oben auf. Das hält den Boden feucht, aber nicht nass. Konkurrenz, die ihnen die Sonne stiehlt, gibt es nicht. Außerdem müssen die Astern sich der Flussdynamik anpassen, die die Erde immer wieder wegreißt, neu anschwemmt und umbaut. So ähnlich wollen Astern auch im Garten stehen. Dann geht es ihnen gut.   

Astern-Pflege: Umpflanzen und wenig Stickstoffdünger

Regelmäßig aufnehmen, teilen und neu pflanzen - das ahmt die Flussdynamik nach. Viele Asternkenner greifen daher jedes zweite Jahr zum Spaten. Regelmäßiges Hacken - wie es auch zur Unkrautbekämpfung üblich ist - erzielt einen ähnlichen Effekt. Ob umgepflanzt oder frisch gepflanzt wird: In jedem Fall muss der Boden locker sein und reichlich Kompost enthalten. Auch später darf nicht mit Kompost gegeizt werden. Dazu mäßig und vor allem nicht zu stickstoffreich düngen. Denn so nährstoffhungrig die Astern sind, zu viel Stickstoff macht ihr Gewebe weich und mehltau-anfällig. Raublatt-Astern fallen bei zu viel Stickstoff leichter um.

Typisch für Pflanzen aus Hochstaudenfluren ist das Aufkahlen von unten her. Dort im Stengeldickicht bekommen die unteren Blätter kaum Licht, daher stoßen die Pflanzen sie rechtzeitig ab. Auch im Garten passiert das meist. Zum Glück gibt es niedrige Stauden wie Kissenastern, Sonnenhut, Goldrute oder Gräser. Die können nackte Stengel verdecken. Dann steht der Freude an den Blütenbüschen nichts mehr im Wege.

Glattblatt-Astern: Drei Pflanzen pro Quadratmeter reichen

Meist drängen sich die Glattblatt-Astern (Aster novi-belgii) mit ihrer Sortenfülle in den Vordergrund. Charakteristisch für sie sind kurze, kriechende Rhizome, mit denen sie bald ein größeres Areal erobern. Daher reichen, so klein die Pflanzen beim Kauf auch sein mögen, meist drei Pflanzen pro Quadratmeter.

Die bis zu 160 Zentimeter hohen Raublatt-Astern (Aster novae-angliae) wachsen ohne Ausläufer. Sie formen klare Pflanzengestalten, was gerade in architektonischen Anlagen gefragt ist. Als typisch für diese Astern gilt, dass sie ihre Blüten bei schlechtem Wetter schließen. Aber längst nicht alle Sorten tun das. 'Rosa Sieger', 'Barr's Pink', 'Herbstflieder' und 'Herbstschnee' blicken auch bei Nieselregen mit geöffneten Blüten in die Welt. Außerdem sind die Raublätter etwas robuster. Sie leiden weniger unter Mehltau als die Glattblatt-Astern und ertragen kurzfristige Trockenheit. Standfester sind jedoch wiederum die Glattblatt-Astern.

Beim Asternkauf auf die Sterne achten

In jedem Fall sollte die Wahl auf die besonders «gartenwürdigen» Sorten fallen. Sie tragen in den Katalogen der Staudengärtner und auf den Bildetiketten in der Regel zwei Sterne, was der Note «sehr gut» entspricht. Vergeben wird diese Note vom Arbeitskreis Staudensichtung, einem unabhängigen Gremium, das Staudensorten an verschiedenen Prüfstellen in Deutschland prüft.

Die bereits genannten Glattblatt-Sorten 'Blütenmeer', 'Dauerblau', 'Rosenquarz' und 'Karminkuppel' zählen alle zu den «Zwei-Sterne-Sorten», aber auch 'Rosa Perle' oder die blauviolette 'Schöne von Dietlikon' besitzen dieses Prädikat. Mit Höhen um einen Meter bleiben sie etwas niedriger als die Raublatt-Astern. Bei ihnen allen ist die Anfälligkeit für Mehltau gering.

Robuste Astern-Sorten für den Garten

Geringe oder sogar sehr geringe Krankheitsanfälligkeit beobachteten die Staudensichter auch bei den Top-Sorten unter den Raublatt-Astern. Sie bedachten 'Herbstschnee', die pinkfarbene 'Alma Pötschke', 'Andenken an Paul Gerber' in Purpurrosa, 'Barr's Pink' und 'Violetta' mit zwei Sternen.

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(Bilder: dpa; Homeday; Wunderflats GmbH; www.enrico-verworner.de; Birgit Lieske / www.pixelio.de)