Vertrocknete Pflanzen retten

Vertrocknete Pflanzen retten

Vertrocknete Pflanzen lassen sich in einigen Fällen wieder aufpäppeln. Drei Tipps, damit es wieder grünt statt raschelt.

Vertrocknete Pflanzen

© dpa

Wenn die Balkonpflanzen nach der Rückkehr aus dem Urlaub so aussehen, könnte noch das Zurückschneiden helfen.

Nach der Rückkehr aus dem Urlaub sind die Pflanzen auf dem Balkon oder im Zimmer vertrocknet? Daran ist nicht unbedingt der Pflanzensitter schuld - die Urlaubsvertretung kann es noch so gut meinen, aber kaum jemand kann täglich im Haus vorbeischauen und gießen. Doch was nun? «Die Hoffnung stirbt zuletzt», sagt Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin.

Einjährige Pflanzen lassen sich nicht retten

Aber: In vielen Fällen wird es beim Rettungsversuch bleiben, erläutert sie. «Bei einjährigen Pflanzen wird das meist nichts mehr, bei Mehrjährigen sollte man es immerhin versuchen.» Bei Gehölzen kann man sogar sehen, ob es noch mal gelingen könnte: Wenn man die Rinde ankratzt und Grünes zum Vorschein kommt, ist noch Leben drin, so Van Groeningen.

Vertrocknete Pflanzen in Wasser tauchen

Schritt eins der SOS-Tipps ist das Gießen oder vielmehr Tauchen der Topfpflanzen in einen Eimer Wasser, bis keine Luftblasen mehr auftauchen. Dann haben sich der Wurzelballen und das Substrat mit Wasser vollgesogen.

Triebe zurückschneiden, Pflanze düngen

Schritt zwei ist das Zurückschneiden. Alle braunen Triebe werden entfernt, wenn nötig bis auf den Stock. Und auch wenn noch nicht die ganze Pflanze gelitten hat, sollte man sich nach dem Urlaub die Zeit nehmen, Vertrocknetes herauszuschneiden, rät die Gartenexpertin. Schritt drei ist das Düngen, damit die Pflanzen durch die Nährstoffe etwas Lebensenergie zurückerhalten.

Pflanzen nachsetzen oder neu aussäen

Und wenn die lebensrettenden Maßnahmen versagen: «Dann hat man immerhin Platz für Neues», sagt Van Groeningen. Bis Ende Juli lassen sich noch gut Nasch- und Nutzpflanzen nachsetzen oder Salat neu aussäen. «Ab August würde ich das nicht mehr tun», erläutert die Gartendozentin.

Pflanzen ziehen sich ab August zurück

Denn dann werden die Nächte schon merklich kürzer, manchmal auch kühler. Das ist das Signal für die Pflanzen, sich langsam auf den Rückzug zu machen. Im Handel gibt es dann auch fast nur noch Pflanzen, die bis weit in den Herbst erhalten bleiben, etwa Chrysanthemen und Heidepflanzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. Mai 2018