Hydrokultur: Zu viel Wasser lässt Wurzeln faulen

Hydrokultur: Zu viel Wasser lässt Wurzeln faulen

Steht das Wasser im Blumentopf zu hoch, können die Wurzeln von Pflanzen in Hydrokultur nicht atmen - und verfaulen. Hobbygärtner sollten sich daher beim Gießen zurückhalten.

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    Dank eines Wasserstandsanzeigers lässt sich bei Hydrokultur die optimale Wassermenge leicht ablesen.
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    Die Skala des Wasserstandanzeigers einer Hydrokultur ist in Minimum, Optimum und Maximum unterteilt. In der Regel sollten Hobbygärtner nur bis zur Marke Optimum gießen.
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    Die Tonkügelchen in Hydrokultur-Systemen sind ein Naturprodukt, das bei etwa 1250 Grad in einem Trommelofen gebrannt wird.
Bekommen Pflanzen in Hydrokultur zu viel Wasser, fehlt den Wurzeln der Sauerstoff fürs Wachstum. Hobbygärtner dürfen daher immer nur bis zur Markierung «Optimum» am Wasserstandsanzeiger im Topf gießen. Das erklärt der Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur.

Geruch ist Hinweis auf Wurzelfäule

Sonst können die nämlich Wurzeln nicht atmen und verfaulen dadurch. Braune Wurzelspitzen sind Hinweise darauf, auch kann die Nährlösung unangenehm riechen. Denn in einem stagnierenden hohen Wasserstand gedeihen auch viele Krankheitserreger. Eine Ausnahme gibt es aber doch: Bei einer längeren Abwesenheit raten die Experten, so viel Wasser nachzufüllen, dass die Anzeige auf «Maximum» steht.

Diese Hydropflanzen sind besonders anfällig

Sind einige Wurzeln der Pflanze in Hydrokultur bereits verfault, sollten diese so bald wie möglich entfernt werden. Besonders anfällig reagieren Pflanzen mit vielen Holzanteilen, etwa Yuccapalme, Drachenbaum und Elefantenfuß.

Vorteile der Hydrokultur

Pflanzen in Hydrokultur gelten als pflegeleichter, da man sie seltener gießen muss und sich der Dünger leichter dosieren lässt. Das Substrat verdichtet sich - anders als bei Erde - mit der Zeit nicht. Pflanzen in Hydrokultur müssen daher nicht so oft umgetopft werden. Das Umtopfen ist außerdem mit weniger Schmutz verbunden. Schädlinge, die in der Erde leben wie Trauermücken oder Springschwänze, finden keinen Nährboden.

Nachteile der Hydrokultur

Neben der Erstickungsgefahr für die Wurzeln bei übermäßigem Gießen gibt es weitere Nachteile der Hydrokultur. Blähton, Gefäße und Wasserstandsanzeiger müssen regelmäßig - nämlich mindestens einmal im Jahr - gereinigt werden, um Schimmelpilzbildung vorzubeugen. Ist das Leitungswasser hart, verkalkt der Wasserstandsanzeiger und verfälscht den tatsächlichen Wasserstand. Und teurer in der Anschaffung sind Töpfe und Substrat auch.

Tipp: Verstaubte Tonkügelchen abwaschen

Die Kügelchen für die Hydrokultur von Zimmerpflanzen sehen mit der Zeit nicht mehr so frisch aus. Die Staub- und Salzablagerungen lassen sich oft einfach mit Wasser abwaschen. Reicht das nicht, können Hobbygärtner den Blähton nach dem Waschen auch auskochen. Dann ist er nicht nur wieder schön sauber, sondern auch keimfrei. Die Variante für Faule: Einfach die oberste Schicht Kügelchen austauschen.
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Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: 9. Januar 2020

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