Garten im Glas: Mini-Biotop fürs Wohnzimmer gestalten

Garten im Glas: Mini-Biotop fürs Wohnzimmer gestalten

Ein bepflanztes Glasgefäß wirkt dekorativ und bringt die Natur ins Haus. Damit die Mini-Landschaft gut gedeiht, müssen das Substrat und die Reihenfolge beim Zusammenbau stimmen.

  • Der Mini-Garten im Glas© dpa
    Kleine Landschaften im Glas sind leicht gestaltet. Allerdings sollte das Substrat auf die Bedürfnisse der Pflanzen angepasst sein.
  • Das richtige Gefäß© dpa
    Gefäße mit 10 bis 15 Litern Volumen fassen zwei Pflanzen und Moos. Der Minigarten gedeiht sogar im geschlossenen Gefäß.
  • Judith Baehner© dpa
    Die Buchautorin Judith Baehner aus Amsterdam hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und verrät das Geheimnis, was die Pflanzen in ihrem eigenen kleinen Biotop am Leben hält. Eine Anleitung:
  • Schritt 1© dpa
    Die unterste Lage im Glas bildet eine ein bis zwei Zentimeter hohe Schicht Kies.
  • Schritt 2© dpa
    Auf den Kies folgt etwas Aktivkohle und Blähton.
  • Schritt 3© dpa
    Nun folgt eine Schicht gewöhnliche Blumenerde - so viel, wie die einzupflanzenden Wurzelballen benötigen.
  • Schritt 4© dpa
    Die Pflanzen werden eingesetzt. Vor allem Tropen- und heimische Waldpflanzen eignen sich für das grundsätzlich eher feuchte Klima im Glas.
  • Schritt 5© dpa
    Das Glas sollte mit einem passgenauen Korken verschlossen werden.
Ganz kleine Landschaften und Ökosysteme rein aus Pflanzen: Das kann der Hobbygärtner im Glas gestalten und pflegen. Das passt als außergewöhnliche Dekoration und sieht auf dem Tisch, dem Fensterbrett oder im Regal sehr hübsch aus. Das Blumenbüro in Essen erklärt, wie es geht: 

Material: Das braucht man für den Mini-Garten

Für ein kleines Terrarium mit einem Ficus Ginseng oder Ficus Microcarpa braucht man je rund 100 Gramm schwarzen und weißen Kies, Erde für Bonsaipflanzen und Moos, außerdem rund 300 Gramm Puzzolane. Letzteres sind künstliche oder natürliche Steine zum Beispiel aus Tonerde, Kalkstein und Eisenoxid.

Substrat einfüllen und Pflanzen einsetzen

Der Rest ist einfach: Der Kies, die Puzzolane und die Bonsaierde in das Glas füllen, den Bonsai einsetzen. Das Moos wird nun gewässert, überschüssiges Wasser wieder ausgedrückt. Dann wird das Moos um den Bonsai drapiert. Dann alles noch mal angießen und mit Steinchen oder Rinde dekorieren.

Auch Bonsais und Sukkulenten für Bepflanzung geeignet

In dem kleinen Ökosystem wachsen neben Bonsais übrigens auch Sukkulenten und Gräser gut. Nur das Substrat muss jeweils darauf angepasst werden.

Gärtchen im Glas nicht zu viel gießen

Da ein Glasgefäß anders als ein Blumentopf unten verschlossen ist, kann überschüssiges Gießwasser nicht ablaufen. In der Folge können sich Staunässe und Schimmel bilden. Daher ist es wichtig, nur so viel wie nötig zu gießen und das Material in der richtigen Reihenfolge einzufüllen: Die Kieselsteine und Puzzolane wirken als Drainage.

Fotostrecken:

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 2. August 2018