Fleischfressende Pflanzen: Tipps zu Standort und Pflege

Fleischfressende Pflanzen: Tipps zu Standort und Pflege

Fleischfressende Pflanzen brauchen nur ein bisschen Wasser, mit Nährstoffen versorgen sie sich selbst. Gedeihen sie nicht oder bilden lange Triebe, ist meist der Standort schuld.

Fleischfressende Pflanzen

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Fleischfressende Pflanzen mögen keine trockene Umgebung. Hobbygärtner sollten das Substrat daher immer feucht halten.

Fleischfressende Pflanzen wie Sonnentau, Venusfliegenfalle oder Kannenpflanze sind faszinierend: Mit ausgeklügelten Techniken locken sie Insekten in ihre Blüten und fressen sie. Für ihre Ernährung sorgen sie selbst. Auf Wasser können sie dennoch nicht verzichten.

Wie locken fleischfressende Pflanzen Insekten an?

Beim Anlocken helfen ihnen starke Düfte, leuchtende Farben oder sogar glitzernde Substanzen. Der vermeintliche Schatz betäubt die Tiere, erklärt das Blumenbüro in Essen. Diese werden dann mit Hilfe eines Enzym-Gemisches verzehrt, das dem menschlichen Magensaft ähnelt.

Welche Erde brauchen fleischfressende Pflanzen?

Die Pflanzen kommen in der Natur überall auf der Welt vor, häufig aber in feuchten und nährstoffarmen Moorgebieten Afrikas, Australiens, Amerikas und Europas. Als Zimmerpflanzen mögen sie nährstoffarme und leicht saure Erde. Sie ist am besten immerzu gleichmäßig feucht, nur mit kalkfreiem Wasser gegossen.

Brauchen fleischfressende Pflanzen Dünger?

Um den fleischfressenden Pflanzen eine Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit zu bieten, kann der Hobbygärtner sie regelmäßig mit destilliertem Wasser besprühen. Dünger brauchen diese besonderen Gewächse nicht, denn sie ziehen sich den größten Teil der benötigten Nährstoffe aus ihrer Beute.

Wo ist der beste Standort für Sonnentau und Co?

Die Zimmerpflanzen brauchen einen vor Zugluft geschützten und sehr hellen Platz. Die Sonne sollte aber nicht direkt darauf scheinen können, auch sollte die Luft der Heizung die Pflanzen nicht erreichen.

Tipp: Bei zu langen Trieben Pflanze umstellen

Bemerkt der Hobbygärtner, dass die Pflanze unverhältnismäßig lange Triebe bildet, muss er ihren Standort wechseln. Denn dann ist es ihr zu dunkel. Eine Fensterbank in Richtung Osten oder Westen ist optimal. Die Zimmertemperaturen betragen am besten 20 bis 25 Grad, im Winter gerne kühler bei 5 bis 15 Grad.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. August 2017