Primeln: Die richtige Pflege für die Frühblüher

Primeln: Die richtige Pflege für die Frühblüher

Als Frühblüher sind Primeln sind hart im Nehmen und kommen auch mit winterlichen Temperaturen gut zurecht. Einige Sorten sind jedoch nicht ganz ungefährlich.

Primeln

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Trotzen der Kälte: Primeln im Schnee.

Primeln vertragen als Frühblüher Temperaturen unter null Grad. Deshalb können die Pflanzen auch schon bei kaltem Wetter gepflanzt werden, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn. Der Boden sollte dafür aber nicht gefroren sein.
Nach dem Kauf lassen sich die Primeln zunächst gut für vier bis fünf Tage im Haus zwischenlagern. Bei Temperaturen unter minus zwei Grad können die Blüten der Primeln mit einigen Lagen Zeitungspapier vor Frost geschützt werden. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin empfiehlt für Primeln in Topf oder Kasten einen Standort nah am Haus.

Primeln mit großer Farb- und Formenvielfalt

Primeln gibt es in zahlreichen Züchtungen - oft mit riesigen Blüten in der gesamten Farbpalette. Auch gefüllte Blüten und solche mit gerüschten Blütenblättern sind mittlerweile erhältlich. Die Blumen sollten immer gut feucht gehalten und verwelkte Blüten regelmäßig entfernt werden.
Außerdem fördere ein Düngerguss vier Wochen nach dem Pflanzen die Blüte. Sind die Frühlingsboten verwelkt, müssen sie nicht auf den Kompost wandern: Sie können im Garten ausgepflanzt werden und blühen dort noch viele Jahre, allerdings meist kleiner und weniger üppig.

Becherprimel kann allergische Reaktion auslösen

Die Becherprimel (Primula obconica) ist gefürchtet: Sie blüht zwar schön, aber bei vielen Sorten löst eine Berührung allergische Reaktionen aus. Schuld ist das hautreizende Drüsensekret Primin, wie der Zentralverband Gartenbau in Bonn erklärt.
Doch es gibt priminfreie Sorten - sie tragen den Namen 'Touch me', zu deutsch «Berühr mich». Die Farbpalette dieser Sorten reicht von Weiß, über Rosa bis Rot. Die Blüten, die auf hohen Stielen sitzen, können auch blau sein.

Becherprimel regelmäßig gießen und düngen

Die Becherprimel stammt ursprünglich aus den Tropen in Asien. Sie liebt einen hellen und warmen Standort im Halbschatten. Vor direkter Sonne am Fenster sollte man sie allerdings schützen, rät der Zentralverband.
Das Substrat sollte nicht vollkommen austrocknen, da Wassermangel die Blütenknospen schädige. Wenn sich die Blätter gelb färben, ist das Gießwasser meist zu kalkhaltig. Ab und zu sollte man etwas Dünger ins Gießwasser geben oder im Frühjahr Düngestäbchen verwenden.

Becherprimel bevorzugt kühlen Standort

Wer die Blütenpracht verlängern möchte, sollte die Becherprimel an einem kühlen Platz stellen. Im Sommer können die Pflanzen an einen halbschattigen Standort im Freien ziehen. Allerdings ist die Becherprimel nicht winterhart.

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Quelle: BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: 14. Februar 2019

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