Osterglocken: Narzissen blühen im Beet und in Töpfen

Osterglocken: Narzissen blühen im Beet und in Töpfen

Narzisse läuten den Frühling ein- und das können sie im Gartenbeet oder in Töpfen auf dem Balkon. Tipps zu Sorten und Pflege.

Narzissen gibt es in vielen Farbnuancen

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Narzissen gibt es in vielen Farbnuancen: in klein- und großblumigen Formen, mit einfachen und gefüllten Blüten und sogar zweifarbig.

Wenn rauschende Wogen aus Gelb und Weiß die Gärten und Grünanlagen zieren, dann hat die Blüte der Narzissen ihren Höhepunkt erreicht. Die Narzisse, landläufig auch Osterglocke genannt, gehört zu den prächtigsten Boten des Frühlings. Sogar der britische Thronfolger, Prinz Charles, trägt sie an manchen Feiertagen im Knopfloch, denn in Wales ist die Schönheit Nationalblume.

Narzissen in großen Mengen pflanzen
Tupfer auf dem Rasen
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Narzissen wirken erst in großen Mengen richtig gut.

Narzissen, die landläufig auch Osterglocken genannt werden, gehören zur Familie der Amaryllisgewächse und werden 10 bis 40 Zentimeter hoch. Es gibt sie in vielen Farbnuancen, in klein- und großblumigen Formen, mit einfachen und gefüllten Blüten. «Narzissen verkörpern Aufbruch und stehen für Frühlingsgefühle», sagt Anja Maubach, Staudengärtnerin aus Wuppertal. Sie rät daher zu einer geballten Bepflanzung: «Narzissen sollte man nicht vereinzelt pflanzen, denn sie wirken in großen Mengen erst richtig gut.»
Dann allerdings vermöge es kaum eine andere Pflanze, einen so intensiven Farb- und Blütenrausch im Beet oder auf dem Rasen zu produzieren. «Am schönsten und natürlichsten wirken die Frühlingsboten, wenn man die Zwiebeln beim Pflanzen aus den Säcken schüttet und so liegen lässt, wie sie fallen», rät Maubach, die auch als Gartenplanerin tätig ist.

Narzissen in Kübeln oder Schnittblumen

Narzissen sind wahre Alleskönner. «Sie passen nicht nur zu Gehölzen, auf Wiesen und ins Staudenbeet. Sie eignen sich auch für eine Kübelbepflanzung und als Schnittblume», sagt Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie in Bad Zwischenahn. In Kombination mit dem blauen Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna), dem gelben Steinkraut oder dem Leberblümchen (Anemone hepatica) sind besonders weiße Narzissen wie die mehrblütige und leicht duftende Sorte 'Thalia' vor Gehölzen ein Hingucker. In Kübeln lassen sie sich wirkungsvoll mit Primeln oder Traubenhyazinthen kombinieren.

Narzissen als Schnittblumen

Die gelbe Sorte 'Tahiti' ist eine großblumige, gefüllte Narzisse. Sie hat keine erkennbare Trompete, dafür aber anmutige, abgerundete Kronenblätter. Für die frühe Blüte empfiehlt Erika Brunken die kleinblütigen Sorten 'Jetfire' und 'February Gold'. «Zum Schnitt für die Vase eignen sich besonders die großblumigen Sorten 'Dutch Master' und 'Carlton'.»

Osterglocken nach dem Schnitt ausschleimen lassen

Aber Vorsicht: Osterglocken sondern nach dem Schnitt eine schleimige Substanz ab, die andere Blumen schneller welken lässt. Aus diesem Grunde sollte man sie in einer separaten Vase für etwa 24 Stunden ausschleimen lassen, bevor sie im Strauß kombiniert werden.

Düngen so lange die Blätter noch grün sind
Landläufig auch Osterglocke genannt
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Die Narzisse ist das gärtnerische Symbol für die Osterfeiertage.

Narzissen mögen es wintertrocken und sonnig, Staunässe sollte vermieden werden. «Sonne ist besonders für die großblumigen Sorten wichtig, damit sie standfest sind und bei Regen und Wind nicht so leicht umfallen», erläutert Brunken. Der Boden sollte alle zwei bis drei Jahre gekalkt werden.
Eine Kompostgabe von drei bis fünf Liter pro Quadratmeter bekommen die Osterglocken im Frühjahr. Brunken rät, die Pflanzen nach der Blüte etwa Anfang bis Mitte April mit einem phosphatreduzierten, schnelllöslichen Volldünger zu versorgen. Er sollte ausgebracht werden, solange die Blätter der Osterglocken noch grün sind, denn «dann kann die Pflanze die Nährstoffe noch aufnehmen und sie in der Zwiebel für Zuwachs und neue Blütenanlagen im nächsten Jahr speichern», sagt Brunken.

Blüte nach dem Verblühen entfernen

Grundsätzlich sollte man die Blätter erst entfernen, wenn ihnen alle Nährstoffe entzogen und diese gespeichert wurden. «Die Blüte kann hingegen bereits nach dem Verblühen abgeknipst werden», sagt Anja Maubach. Dann werde die vorhandene Energie nicht für die Samenbildung investiert.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 8. März 2012