Christrosen und Lenzrosen: Standort und Pflege für die Winterblüher

Christrosen und Lenzrosen: Standort und Pflege für die Winterblüher

Christrosen und Lenzrosen blühen in den dunkelsten und kältesten Monaten des Jahres. Auch Pflege brauchen sie fast keine, nur der Boden sollte passend sein.

  • Blütenpracht im Winter© dpa
    Christrosen geben eine wahre Blütenpracht ab.
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    Segen der kalten Jahreszeit: Die Christrose blüht, wenn sich andere Blumen im Winterschlaf befinden.
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    Weiße Christrose an einer Hofeinfahrt: Christrosen aus dem Topf können im Garten weiterblühen. Foto: Ingo Wagner
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    Christrosen im Topf blühen pünktlich zum Jahreswechsel - bei Schnittblumen hilft das Anschneiden der Stängel. (Bild: GMH/dpa/tmn)
  • Den richtigen Platz suchen© dpa
    Den richtigen Platz suchen: Am passenden Standort kann die Christrose Jahrzehnte überdauern.
Im November und Dezember werden blühende Christrosen oft im Topf gekauft und verschenkt. Denn wenn draußen tiefster Winter ist, öffnen Christrosen und Lenzrosen ihre großen, auffälligen Blüten. Von der Kälte lassen sie sich nicht abhalten, die Knospen in strahlendem Weiß und rosigem Rot zu entfalten.

Christrosen blühen im Dezember, Lenzrosen ab Februar

Der deutsche Name Christrose (Helleborus niger) deutet auf den Blütezeitpunkt ab Dezember hin. Ab Februar, auch erst ab März folgen die Lenzrosen (Helleborus x hybridus) mit zahlreichen Varianten. Die Christrose wird 15 bis 30 Zentimeter hoch, die Blütenblätter erreichen einen Durchmesser von 7 Zentimetern. Die Pflanze steht unter Naturschutz und gehört zu den aussterbenden Arten

Warum Christrosen bei Kälte nicht erfrieren

Die Pflanzen schützen sich mit einem besonderen Mechanismus vor Schäden durch Kälte: Sie können Wasser aus den Zellen in die Zwischenräume verlagern, um zu verhindern, dass das gefrierende Wasser die Zellen zum Platzen bringt. So hängen die Blütenköpfe und Blätter bei Frost wie welk nach unten, erholen sich aber, sobald die Temperaturen wieder steigen.

Farben der Christrosen und Lenzrosen

Die Blüten der Christrosen sind schalenförmig und werden nicht von den Kelchblättern gebildet. Daher vergrünen die Blüten nach der Befruchtung und bleiben bis zur Samenreife an den Stielen. Lenzrosen werden immer beliebter, denn sie sind mit unzähligen Hybriden verbreitet. Es gibt sie in vielen außergewöhnlichen Farb- und Formvariationen, die Farbskala reicht von Weiß oder Rosa über Purpur, Schwarz bis Gelb. Die Sorten haben gefüllte oder gesprenkelte, geäderte oder anemonenförmige Blüten.

Christrosen: Boden und Standort

Helleborus kommen in der Natur häufig in Waldnähe, aber auch an Heckensäumen und auf Wiesen vor. Diese Pflanzen wachsen auch in voller Sonne sehr gut, besser ist allerdings ein halbschattiger Standort, der entweder vormittags oder nachmittags in der Sonne liegt. Der Boden sollte für die Christrose humos locker sein und nicht zu Staunässe neigen. Die meisten Arten bevorzugen aber Lehmböden mit guter Wasserführung. Eine besondere Rolle spielt der Kalkgehalt, der vor allem für die Christrose ein Wachstumsfaktor ist.

Christrosen wollen keine Pflege

Passt am Standort alles, werden die Gewächse sehr alt. Die Stauden wachsen mehrere Jahrzehnte an dem selben Standort. Wichtig: Man sollte die Pflanze in Ruhe lassen. Vor allem sollten die Wurzeln durch Graben und Hacken nicht gestört werden. Gedüngt wird die Pflanze, wenn sie im Frühjahr in voller Blüte steht und bei Bedarf nochmals im Juli oder August. Bei lehmhaltigen Böden ist eine Düngung nicht erforderlich.

Verwelkte Blätter bei Christrosen entfernen oder nicht?

Die Experten sind sich nicht einig bei der Gewächspflege im Herbst. Manche würden welke Blätter stehen lassen als natürlichen Schutz. Andere hingegen raten, die welken Blätter unbedingt abzuschneiden, damit sich keine Fäulnis ausbreitet.

Christrosen auspflanzen

Wer Christrosen im Topf kauft, und sie erst in der Wohnung stehen hat, hat sie später draußen einpflanzen- nur bloß nicht zu früh. Christrosen, die erst im Zimmer überwintert haben, setzt man am besten nach Ende der Blüte im März in den Garten- nicht früher. Der Temperaturunterschied zwischen warmen Wohnraum und kalter Winterluft im Freien wäre zu groß, und die Pflanzen nähmen Schaden.

Christrosen und Lenzrosen sind giftige Pflanzen

Die Schönheit der Christrosen und Lenzrosen täuscht gerne darüber hinweg, dass es sich bei diesen Pflanzen wie bei allen Nieswurz-Arten um giftige Pflanzen handelt. Neben den beschriebenen Stars des Wintergartens, die zu den stammlosen Arten gehören, gibt es Wildarten wie Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) und Korsische Nieswurz (Helleborus argutifolius), die zu den stammbildenden Arten gehören. Sie halten sich mit ihren grünlichen Blüten im Winter dezent zurück, schmücken halbschattige Beete aber ganzjährig mit Laub.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. November 2017