Kübelpflanzen: Wann kommt welche Pflanze ins Winterquartier?

Kübelpflanzen: Wann kommt welche Pflanze ins Winterquartier?

Vor dem Winter sollte genau überlegt werden, wann welche Pflanzen ins Winterquartier umziehen sollen. Denn jede Pflanze ist unterschiedlich kälteempfindlich.

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    Immergrüne Pflanzen wie diese Kübelpflanzen benötigen auch im Winter regelmäßige Pflege.
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    Dem Feigenbaum bekommen Minusgrade nicht - er braucht ein schützendes Winterquartier.
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    Auch ein Sonnenanbeter unter den Kübelpflanzen wie die Aloe muss sich nach dem Winter erst an das Sonnenlicht gewöhnen.
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    Umzug ins Warme: Kübelpflanzen wie der Ficus sollten ins Haus umziehen, sobald es nachts kalt wird.
Kübelpflanzen vertragen unterschiedlich niedrige Temperaturen. Für einige Kübelpflanzen gilt: Je später sie ins Haus geholt werden, desto besser reifen die Triebe aus. Manche Pflanzen müssen aber schon längst vor den ersten Nachtfrösten geschützt werden. Die Regel "Einräumen Mitte Oktober - Ausräumen Mitte Mai" gilt also nicht immer.

Dreistufiger Plan kommt Pflanzen zugute

Grundsätzlich gilt, je länger man das Einräumen hinauszögert und je früher man wieder ausräumt, desto kürzer stehen die Pflanzen bei oftmals sehr ungünstigen Bedingungen. Ein dreistufiger Einräum-Plan macht zwar Arbeit. Doch die kommt den Pflanzen zu Gute.

Welche Pflanzen müssen zuerst einquartiert werden?

Bei Fuchsie, Geranie, Gardenie, Roseneibisch, Knollenbegonie, Schönmalve, Trompetenbaum sowie Zierbanane und Zitrusgewächsen müssen bereits ins Winterquartier, wenn weniger als zehn Grad angesagt sind.

Kübelpflanzen aus dem Mittelmeerraum vertragen leichten Frost

Lorbeer und Rosmarin beispielsweise kommen auch mit niedrigeren Temperaturen aus. Und Oleander, Feige und Granatapfel vertragen kurzzeitig auch Temperaturen von bis zu minus fünf Grad. Bambus und Buchsbaum können den Winter im Freien verbringen. Auch Kübelpflanzen aus dem Mittelmeerraum machen leichter Frost nichts aus. Die Kälte kann sogar nützlich sein bei Schädlingsbefall. Bei langanhaltenden Minusgraden müssen die Pflanzen jedoch ins Winterlager.

Pflanzen brauchen vor dem Winterquartier Pflege

Bevor die Pflanzen ins Winterquartier kommen, brauchen sie noch etwas Pflege. Wichtig sei die Pflanzen vorher auf Schädlinge zu unteruchen. Deshalb werden zunächst Unkraut und überständige Blüten, sowie verdorrtes Pflanzenmaterial aus dem Kübel entfernt. Die Triebspitzen und Früchte werden beseitigt und Pflanzen wie Wandelröschen, Fuchsie und Co. entblättert.

Schädlingskontrolle durchführen

Und schließlich werden die neuen Sommertriebe um etwa ein Drittel zurück geschnitten. Zuletzt folgt eine Schädlingskontrolle. Finden sich noch Wollläuse, Spinnmilben und ähnliches, müssen sie gründlich bekämpft werden. Wenn die Zeit dazu nicht mehr reicht, müssen die befallenen Pflanzen im Quartier isoliert und dort behandelt werden. Vor dem Einräumen sollten die Pflanzen nicht zu nass sein, denn ein nasser Topfballen kann zu Wurzelfäulnis führen.

Winterquartier für Pflanzen: Keller oder Wintergarten?

Man braucht genug Platz in einem hellen, aber zugleich luftigen Raum. «Je wärmer ein Winterquartier ist, desto heller muss es sein», nennt der Zentralverband Gartenbau die Faustregel. Benötigt eine Pflanzenart viel Licht, dann sollte sie näher am Fenster stehen. Robustere Pflanzen wie Engelstrompeten oder Fuchsien geben sich auch mit einer dunklen, aber frostfreien Garage zufrieden, andere mit einem kleinen Lichteinfall durch das Kellerfenster.

Rückschnitt: Ja oder nein?

Bleiwurz, Schmucklilie, Wandelröschen, Feige und Granatapfel werfen im Winter ihr Laub ab und können daher auch im dunklen Keller bei null bis fünf Grad Celsius überwintern. Einen Rückschnitt empfehlen die Experten nur, wenn es im Quartier sehr eng wird und die Pflanzen um Licht konkurrieren. Gar nicht schneiden solle man Margeriten, Geranien und Palmen.

Aufblasbares Gewächshaus als Winterquartier

Kaum jemand verfügt über ein ideales Winterquartier, schon gar nicht für alle unterschiedlichen Pflanzen. Die meisten Pflanzen kommen mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad gut zurecht. Wer keinen Wintergarten hat, kann in der kalten Jahreszeit ein kleines aufblasbares Gewächshaus aufstellen. Bei recht niedrigen Temperaturen sorge ein thermostatgesteuerter Frostwächter für die benötigte Wärmezufuhr.

Blumenpflege im Winterquartier

Wichtig ist im Winterquartier die regelmäßige Kontrolle der Erdfeuchtigkeit im Topf und nach Schädlingsbefall. An frostfreien Tagen muss das Winterquartier auch regelmäßig gelüftet werden.

Gärtnereien bieten Überwinterungsservice an

Wenn sich nach dem letzten Winter herausgestellt hat, dass die Überwinterungsbedingungen nicht optimal waren, macht die Suche nach einem Fachmann Sinn. Immer mehr Gärtnereien bieten einen Überwinterungsservice an. Die Adressen von Gartenbaubetrieben der Region sind in entsprechenden Branchenverzeichnissen zu finden.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. Oktober 2016

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