Blumenzwiebeln: Fehler beim Pflanzen vermeiden

Blumenzwiebeln: Fehler beim Pflanzen vermeiden

Zwiebelblumen sind pflegeleicht und gedeihen fast von allein - wenn man sie richtig einpflanzt. Tipps zu Pflanzzeit, Blumenerde, Standort, Pflege und Gießen.

Blumenzwiebel

© dpa

Wer Kröten im Garten hat, sollte Blumenzwiebeln vorsichtig pflanzen. Mit einer kleinen Schaufel vorsichtig buddeln - so können keine Tiere verletzt werden.

Blumenerde mit etwas Sand mischen

Die meisten Frühlingsblumen wie Krokusse, Traubenhyazinthen und Schneeglöckchen sind anspruchslose Zwiebelblumen. Ihnen reicht eine normale Blumenerde um zu blühen gedeihen. Da Staunässe für Zwiebelblumen sehr ungünstig ist, sollte die Erde mit etwas Sand gemischt werden, so dass der Boden nicht zu feucht und schwer wird.

Zwiebelblumen zum richtigen Zeitpunkt setzen

Zwiebelblumen sollten im Oktober und November gesetzt werden. Verpassen sollte man diesen Zeitpunkt nicht, weil frühe Blüte, frühe Wurzelbildung oder wenig Verdunstungsschutz ihre Lagerfähigkeit begrenzen.

Narzissen und Herbstzeitlose schon ab Juli, August setzen

Herbstzeitlose und Narzissen sind früher dran. Eine der ganz frühen ist die Herbstzeitlose. Sie kann schon um Juli, muss aber unbedingt im August oder Anfang September gepflanzt werden. Narzissen bekommt eine frühe Pflanzung ebenfalls gut, denn sie entwickeln noch im Herbst neue Wurzeln. September ist der beste Pflanzzeitpunkt für sie, bis Mitte Oktober ist es auch noch möglich. Später sollte es aber nicht sein, denn dann gehen sie weitgehend unbewurzelt in den Winter und sind deutlich frostempfindlicher.

Schneeglöckchen ab September setzen

August bis Anfang September ist auch die Zeit für die Herbst-Krokusse (Crocus kotschyanus und Crosuc speciosus). Herbstkrokusse blühen bereits im September und Oktober. Krokusse, die im Frühling blühen, werden im September gepflanzt. Im September sind auch Vorfrühlingsblüher an der Reihe wie Schneeglöckchen, Winterling, Hundszahn und Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum). Zusammen mit ihnen wird auch die Madonnenlilie (Lilium candidum) gepflanzt. Sie bildet noch im Herbst neue Wurzeln und eine Blattrosette. Außerdem besitzt sie eine kaum vor dem Austrocknen geschützte Zwiebel. Die meisten anderen Lilien können bis zum Herbst warten.

Zwiebelblumen im Blumentopf: Staunässe vermeiden!

Zwiebelblumen sind anspruchslos- nur Staunässe vertragen sie nicht. Deshalb sollte das Pflanzgefäß Löcher im Boden haben, so dass Regen- oder Gießwasser abfließen kann. Wenn sich Wasser im Gefäß staut, faulen die Zwiebeln. Falls kein Abzugsloch für überschüssiges Wasser vorhanden ist, darf nur vorsichtig gegossen werden. Das Gefäß sollte unter einem vor Regen schützenden Dach stehen.
Wenn die Erde um die Zwiebel zu trocken ist, sollte die Pflanze mitsamt Topf vor dem Einpflanzen im Wasser stehen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Blätter nicht zu früh entfernen

Blumenzwiebeln, deren Blätter gleich nach der Blüte entfernt werden, entwickeln im Folgejahr nur Blätter. Sollen Blumenzwiebeln mehrere Jahre hindurch blühen, brauchen sie unbedingt ihr Laub. Die grünen Blätter sind die einzige Möglichkeit, wie sie Kraft für die nächstjährige Blüte tanken können. Dünger unterstützt sie dabei. Er muss aber gegeben werden, solange die Blätter grün sind.
Entfernt werden dürfen die Blätter also erst, wenn sie welk sind und sich ohne Mühe abzupfen lassen. Damit sie bis dahin die Frühjahrs- und Vorsommerblumen nicht beeinträchtigt, können sie in eine Richtung gelegt und locker zusammen gebunden werden.

Blütenstängel nicht entfernen

Stehen bleiben, sollten auch die Blütenstängel, die mit ihrem Grün ebenfalls Stärke aufbauen und in die Zwiebel einlagern. Lediglich die welken Blüten samt den Fruchtansätzen werden entfernt. Reifen die Früchte heran, verbrauchen sie viel Kraft, die der Zwiebel nicht zur Verfügung steht. Alle Zwiebeln können, wenn sie gut ernährt sind, Tochterzwiebeln bilden, die ebenfalls blühen, sobald sie groß genug sind.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 14. September 2016