Tomaten auf dem Balkon anbauen

Tomaten auf dem Balkon anbauen

Tomaten auf dem Balkon in Töpfen pflanzen und anbauen: Anleitung, Standort, Boden, Pflege.

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    Auf sonnigen Balkonen und Terrassen kann man Tomaten sehr gut anbauen und auch auf reiche Ernte hoffen.
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    Hoch oben statt im Boden: Tomaten können auch gut in Töpfen auf dem Balkon wachsen.
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    Tomaten sind extrem anfällig für Braunfäule.
Tomaten wachsen mit etwas Pflege sehr gut auch in großen Blumentöpfen oder Kübeln auf dem Balkon. Voraussetzung ist, dass sie einen sonnigen Standort haben und möglichst keinen Regen abbekommen.

Wann kommen Tomatenpflanzen ins Freie?

Ab Mitte Mai können kleine Tomatenpflanzen ins Freie gepflanzt werden, wenn sich der Boden ausreichend erwärmt hat. Unveredelte Sorten werden so tief eingesetzt, dass der Wurzelballen fünf Zentimeter unter der Erde liegt. Bei veredelten Sorten muss die Veredelungsstelle - die Wulst unten am Stängel - über der Erde bleiben. Balkontomaten können schon früher raus, da ein kalter Boden hier nicht das Problem ist.

Tomatenerde beim Einpflanzen düngen

Da Tomaten viele Nährstoffe brauchen, sollte man gleich beim Einpflanzen die Erde mit etwas Hornmehl (Hornspäne) und Kompost düngen. So nehmen die Zucker- und Säurekonzentration sowie der Anteil an Trockensubstanz in den Tomatenfrüchten zu, was neben dem Geschmack auch die Haltbarkeit verbessert. Allerdings wird auch die Schale zäher.

Der ideale Standort für Tomaten

Am besten gedeihen Tomaten an einem sonnigen, aber regengeschützten Standort. Regen ist gleich aus mehreren Gründen schlecht für Tomaten. Feuchtigkeit lässt auf den Blättern Pilze gedeihen. Braune oer weiße Flecken sind die Folge. Falscher Mehltau sorgt für einen weißlichen Belag. Werden die Früchte nass, platzen sie auf.

Tomaten brauchen Platz und Kletterhilfen

Da Tomaten schnell und kräftig wachsen, sollte man sie alsbald in einen großen Topf pflanzen. Der Pflanzabstand sollte bei 60 bis 80 Zentimetern liegen. Hohe Spiralstäbe oder andere Kletterhilfen dienen den Pflanzen als Rankhilfe. Der Tomatenstamm kann zur Stabilisierung auch an festen Bambusstäben locker angebunden werden.

Seitentriebe bei Tomatenpflanzen ausbrechen

Damit Tomatenpflanzen viele Früchte tragen, müssen neue Seitentriebe regelmäßig ausgebrochen werden. Beim sogenannten Ausgeizen werden die kleinen Triebe, die zwischen Blattstengel und Stamm hervorspriessen, entfernt. So fließt die Energie der Pflanze in den Aufbau der Tomatenfrüchte und nicht in neue Blätter.

Tomaten brauchen viel Wasser

Regelmäßiges Gießen sorgt für kräftige Pflanzen und mehr Tomatenfrüchte. Wer selten und dafür viel gießt, riskiert ein Platzen der Früchte. Also am besten regelmäßig abends gießen, bei trockenem Wetter und viel Sonne zusätzlich auch morgens.

Tomaten regelmäßig düngen

Tomatenpflanzen zehren den Boden aus - daher müssen Hobbygärtner regelmäßig düngen. Gut geeignet ist mit einer kleinen Menge Hornspänen vermischte Erde, die alle sechs Wochen in die Bodenoberfläche eingearbeitet wird. Auch Kompost wird dankbar angenommen. Es gibt zudem spezielle Tomatendünger im Handel, die alle wichtigen Nährstoffe enthalten.

Krankheiten bei Tomaten vermeiden

Infektionen oder Blattkrankheiten bei Tomaten lassen sich weitgehend vermeiden, wenn man den Pflanzen einen Regenschutz bietet. Im Gewächshaus sollte bei hoher Luftfeuchte außerdem frühzeitig gelüftet werden. Zudem müssen Tomatenpflanzen immer von unten und niemals über die Blätter gegossen werden. Als widerstandsfähige Tomatensorten gelten zum Beispiel die Sorten Myrto, Phantasia, Philovita, Philona oder Vitella.

Tomaten nicht neben Kartoffeln anbauen

Tomaten sollten möglichst weit getrennt von Kartoffeln angebaut werden, um ein Übergreifen von Krankheiten zu verhindern. Die Kraut- und Braunfäule beispielsweise ist eine weit verbreitete und häufig auftretende Pilzkrankheit an Tomaten und Kartoffeln. Sie breitet sich vor allem bei feuchter Sommerwitterung stark aus. Der Pilz infiziert zunächst die Kartoffeln und greift später auf benachbarte Tomaten über.

Flecken auf Tomaten mit Kalzium behandeln

Haben Tomaten graubraune bis braunschwarze Verfärbungen an der Ansatzstelle zur Pflanze, leiden sie unter Kalziummangel. Der Mangel tritt auf, wenn der Boden mit Kalzium unterversorgt ist. Auch kann eine erhöhte Konzentration von Nährsalzen wie Ammonium, Kalium, Magnesium und Natrium die Aufnahme von Kalzium behindern. Flecken an Tomaten kann man vermeiden, indem die Pflanze möglichst gleichmäßig bewässert wird, da sie den Nährstoff aus dem Boden mit dem Wasser aufnimmt. Bei akutem Mangel sollte gezielt ein spezieller Kalziumdünger (Kalziumchlorid) auf die Blätter gespritzt werden.

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Quelle: BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: 20. April 2018

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