Tulpen für lange Blüte richtig einpflanzen und kombinieren

Tulpen für lange Blüte richtig einpflanzen und kombinieren

Damit Tulpen lange blühen, sollten die Tulpenzwiebeln in den passenden Boden gesetzt und mit anderen Blumen kombiniert werden. So gelingt die perfekte Blütenpracht.

  • Tulpen Narzissen© Antje Kraschinski
    Tulpen und Narzissen vor blauem Himmel
  • Tulpenzwiebeln© dpa
    Die großen nach unten, die kleinen nach oben: Blumenzwiebelnb sollten beim Einsetzen nach Größe und Blühzeit geschichtet werden.
  • Tulpen in der Sonne© dpa
    Damit die Blütenpracht im Frühjahr perfekt ist, sollten Tulpenzwiebeln bereits vor dem Winter in die Erde.
  • Zwiebelblume Tulpen© dpa
    Tulpen gehören zu den Zwiebelblumen, die im zeitigen Frühjahr und teilweise schon zum Winterende hin blühen.
Damit sich Hobbygärtner immer wieder an den bunten Tulpenblüten erfreuen können, gilt es einiges zu beachten:

Tulpenzwiebeln: Pflanzzeit ist im Herbst

Wenn Tulpen rechtzeitig vor dem Winter an frostfreien Tagen gepflanzt werden, verschönern sie im Frühling den Garten. Tulpen werden also im Herbst als Zwiebeln gesetzt. Nach dem Kauf sollten die Tulpenzwiebeln möglichst schnell in die Erde sonst könnten sie schimmeln.

Tulpen brauchen sonnigen Standort

Tulpen wollen einen sonnigen Standort, schon im Halbschatten blühen Tulpen weniger gern. Töpfe mit Tulpenzwiebeln sollten deshalb spätestens zum Ende des Winters an einen sonnigen Standort ziehen.

Die richtige Blumenerde für Tulpenzwiebeln

Tulpen stellen keine großen Ansprüche die Bodenverhältnisse. Am besten gedeihen Tulpen auf durchlässigen Böden. Ist dieser nicht vorhanden, mischt man den Boden mit etwas Sand. So stehen die Zwiebeln nicht zu nass und die Gefahr von Fäulnis ist gebannt.

Möglichst große Tulpenzwiebeln pflanzen

Am schönsten zur Geltung kommen Tulpen in Gruppen und in unregelmäßigen Abständen gepflanzt. Tulpenzwiebeln sollten eine blühfähige Größe haben. Am besten sind große Zwiebeln der Sortierung 11/12 Zentimeter.

Tulpenzwiebeln richtig einpflanzen

Die Tulpenzwiebeln kommen etwa doppelt so tief in den Boden wie sie hoch sind- ohne Druck und mit der Spitze nach oben. Der Abstand zwischen zwei Zwiebeln sollte bei kleinen Exemplaren 3 bis 7 und bei größeren 7 bis 20 Zentimeter betragen. Anschließend wird Erde aufgetragen und angegossen. Ein Frostschutz aus Laub oder Rindenmulch kann nicht schaden.

Tulpen im Staudenbeet

Im Staudenbeet braucht man Gruppen von 10 bis 20 Zwiebeln. Es ist ratsam, die niedrigen Botanischen Tulpen in den Vordergrund zu pflanzen. Für die anderen Sorten in der Beetmitte entwirft man ein Farbkonzept. Die verschiedenen Höhen und Blütezeiten werden so gestaffelt, dass sich die Tulpenblüte über mehrere Wochen erstreckt.

Tulpen nach Farben kombinieren

Tolle Akzente setzen beispielsweise schwarze Tulpen. An langlebigen Sorte kann der Gärtner viel Freude haben, denn sie blühen jedes Jahr. Damit dunkle Tulpen im Beet richtig zur Geltung kommen, sollten sie mit hell blühenden Blumen kombiniert werden. Ebenso effektvoll ist es, eine einzelne andersfarbige Tulpen in ein Beet zu setzen.

Tulpen zwischen andere Blumen setzen

Tulpen können je nach Geschmack in das Gesamtbild des Gartens eingefügt werden. Sie werden etwa einzeln zwischen Rosen gesetzt. Ein natürliches Bild geben Tulpen auf Wiesen ab. Hier werden die Zwiebeln locker ausgestreut und gepflanzt, wie sie fallen.

Tulpen mit anderen Blumen kombinieren

In das Frühlingstreiben der Tulpen können sich zahlreiche Frühblüher mischen. Die frühen Sorten werden von Traubenhyazinthen (Muscari) und Hyazinthen (Hyazinthus orientalis) begleitet. Als Unterpflanzung von höheren Tulpen eignen sich auch blaue Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica), die zu rosafarbenen und roten Tulpen sowie zu gelb- und weißblühenden Sorten einen Kontrast bilden.
Tulpensorten, die erst im Mai blühen, bekommen beispielsweise Zierlauch als Begleiter. Auch zweijährige Frühlingsblumen, zum Beispiel Goldlack (Cheiranthus cheirii) und Schöterich (Erysimum), ergänzen das bunte Treiben der Tulpen ebenso wie eine ganze Reihe von Stauden. Das Zusammenspiel von violetten und rosafarbenen Tulpen bekommt durch das Tränende Herz (Dicentra spectabilis), den Silberling (Lunaria annua) und Nachtviolen (Hesperis) einen passenden Rahmen. Wolfsmilch (Euphorbia) und Gemswurz (Doronicum) runden das Farbspektrum ab.

Tulpen düngen

Im Herbst bekommen die Zwiebeln eine Hand voll Kompost und im Frühjahr einen Guss Flüssigdünger. Das sorgt für große Blüten und kräftige Farben.

Was tun, wenn die Tulpe verblüht ist?

Nach der Blüte sollten Stängel und Blätter stehen bleiben, damit die Zwiebel anschließend Kraft für das nächste Frühjahr sammeln kann. Man schneidet nur die welke Blüte ab, damit sich keine Samen bilden und die Kraft aus dem Stiel und den Blättern in die Zwiebel geht.

Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: 17. September 2018

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