Schmetterlinge bestimmen

Schmetterlinge bestimmen

Spätestens im Sommer wird es bunt auf unseren Wiesen und in den Gärten - den Schmetterlingen sei Dank. Prächtige Falter wie das rostrote Tagpfauenauge mit seinen auffälligen Augenflecken, der seltene Schwalbenschwanz oder das Kleine Wiesenvögelchen machen das Leben nicht nur bunter, sondern sind auch wichtiger Teil des Ökosystems. Heimische Schmetterlinge im Kurzportrait.

  • Bunte Falter© dpa
    Kleiner Fuchs (l.) und Tagpfauenauge (r.) gehören zu den bekanntesten und am häufigsten vorkommenden Schmetterlingen in Mitteleuropa. Neben ihnen flattern viele weitere bunte Falter über Blumenbeete, Wiesen und durch Wälder.
  • Zitronenfalter© dpa
    Der Zitronenfalter ist ein Schmetterling mit integriertem Frostschutz. Er lagert Glycerin in seinen Körper ein und übersteht so Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Bei günstiger Witterung können Zitronenfalter also - zumindest theoretisch - an jedem Tag im Jahr beobachtet werden. Zitronenfalter gelten als Frühlingsboten. Ihre Überwinterungsplätze verlassen sie schon Anfang März. Bis Mitte Mai sind die Schmetterlinge dann zu sehen - vor allem die leuchtend zitronengelben Männchen. Die Weibchen sehen eher dem Kohlweißling ähnlich. Gut zu wissen: Kein Tagfalter wird in unseren Breiten älter als der Zitronenfalter. Läuft alles gut, flattert er ganze 11 Monate lang durch den Wald und über Wiesen.
  • Großer Kohlweißling© dpa
    Der Große Kohlweißling ist vielen Hobbygärtnern in Dorn im Auge: Seine Raupen laben sich besonders gern und zahlreich an Kohlsorten jeglicher Art. Der Falter ist gut an seiner weißen Flügelfärbung, stattlichen Flügelspannweite von bis zu 6 Zentimetern und den schwarzen Flecken auf den Vorderflügeln zu erkennen. Bevorzugte Nektarpflanzen des Großen Kohlweißlings sind Disteln und Flockenblumen. Neben Kohl sind auch andere Kreuzblütler ein beliebter Platz für die Eiablage. Kohlweißlinge kommen in unseren Breiten zwar überall vor, doch die Zahl der Exemplare schwankt sehr stark von Jahr zu Jahr sehr stark. Kohlweißlinge fliegen in drei Generationen von April bis Oktober.
  • Schachbrett© dpa
    Das Schachbrett gehört zu den Edelfaltern. Ihren Namen haben die Schmetterlinge wegen des markanten Musters auf ihren schwarz bzw. dunkelbraun und weiß gefleckten Flügeloberseiten. Auf Wiesen und Lichtungen sowie an Straßenrändern und Böschungen ist das Schachbrett besonders häufig anzutreffen. Die Schmetterlinge fliegen in einer einzigen Generation von Ende Juni bis August. Bevorzugte Nektarpflanzen sind Flockenblumen, Kratzdisteln, Ringdisteln und Skabiosen. Ein Besonderheit bei der Eiablage: Die Weibchen legen die Eier nicht einzeln ab, sondern lassen sie im Flug über die Wiese einfach fallen.
  • Hauhechel-Bläuling© dpa
    Der Hauhechel-Bläuling wird auch als Gemeiner Bläuling bezeichnet, da er die häufigste Art in seiner Schmetterlingsfamilie stellt. Zu finden ist der hübsche Falter vor allem auf Glatthaferwiesen und auf Trockenrasen. Weibchen und Männchen können bei dem zarten Falter sehr unterschiedlich aussehen. Die Männchen zeigen auf der Flügeloberseite ein kräftiges Blau, das ins Violette geht. Die Weibchen zeichnen sich durch eine unauffällige braune Färbung mit Blauanteil und orangen Flecken auf den Hinterflügeln aus. Der Falter fliegt in zwei bis drei Generationen von Ende April bis September.
  • Tagpfauenauge© dpa
    Ihn erkennt jedes Kind: Das Tagpfauenauge gehört zu den verbreitetsten und unverwechselbaren Schmetterlingen in Mitteleuropa. Der Edelfalter ist an seiner rostrosten Grundfärbung und den auffälligen schwarz, gelb und blau gefärbten Augenflecken auf Vorder- und Hinterflügeln zu erkennen. Zu finden sind die auffälligen Schmetterlinge in der Nähe von lichten Wäldern, aber häufig auch in Parks und Gärten. Tagpfauenaugen fliegen in zwei Generationen von Juni bis Oktober. Die Exemplare, die von März bis Mai anzutreffen sind, haben überwintert und stammen noch aus dem vorherigen Jahr.
  • Admiral© dpa
    Der farbenprächtige Admiral ist in Mitteleuropa von Juni bis Oktober anzutreffen, etwa auf den Blüten des Schmetterlingsflieders, auf Wasserdost, Efeublüten und auf aufgeplatztem Fallobst. Charakteristisch sind die dunkelbraunen Vorderflügel mit ihrer breiten roten Binde. Die Spitzen der Vorderflügel sind schwarz gefärbt und zeigen weiße Flecken. Die Hinterflügel sind ebenfalls dunkelbraun gefärbt und tragen eine breite rote Binde am Flügelaußenrand. Am äußersten Rand aller vier Flügel verläuft eine dünne weiße Linie, die immer wieder kurz durch schwarze Punkte unterbrochen wird.
  • Kleiner Fuchs© dpa
    Der Kleine Fuchs ist ein mittelgroßer Schmetterling aus der Familie der Edelfalter. Die Flügel sind orange gefärbt, der Flügelansatz ist braun. Die Vorderflügel tragen ein schwarz-gelb-weißes Fleckenmuster, Vorder- und Hinterflügel außerdem kleine schwarze Flecken. Der Kleine Fuchs wird auch Nesselfalter genannt, da die Raupen Brennesseln als Futterpflanze bevorzugen. Der Schmetterling fliegt in zwei bis drei Generationen von Mai bis Oktober. Seine bevorzugten Nektarpflanzen sind Wasserdost und Kratzdistel.
  • Landkärtchen© dpa
    Seinen Namen hat das Landkärtchen bekommen, weil die Zeichnung seiner Flügelunterseite einer Landkarte ähnelt. Der Schmetterling ist der einzige heimische Tagfalter, der von Generation zu Generation seine Farbe wechselt. Die Frühlingsform zeichnet sich durch eine von schwarzen Flecken durchsetzte bräunlich-rote Grundfarbe, weiße Flecken an den Spitzen der Vorderflügel und ein blaues Fleckenband aus. Die Sommerform hat eine schwarzbraune bis schwarze Grundfarbe und ein cremefarbenes Band auf den Hinterflügeln. Die Unterschiede im Aussehen kommen durch die unterschiedlichen Tageslängen zustande. In der Regel fliegen die zwei genannten Generationen von April bis Juni bzw. von Juli bis August. In seltenen Fällen kommt auch eine dritte Generation vor.
  • C-Falter© dpa
    Seinen ungewöhnlichen Namen hat der C-Falter dank einer weißen, C-ähnlichen Zeichnung auf der braun, grau oder gelblich gefärbten Flügelunterseite. Die Flügeloberseiten sind orange und zeigen ein schwarzes und braunes Fleckenmuster. Der Flügelrand ist bei C-Faltern oft stark gefranst. C-Falter leben häufig an Waldwegen und Waldrändern. Nektarpflanzen in Gärten sind zum Beispiel Beerensträucher wie Stachel- und Johannisbeere und Gartenblumen wie der Sommerflieder. Im Hochsommer saugen die Falter auch gern an Fallobst. Im Frühjahr kann man die Schmetterlinge vereinzelt an blühenden Weidenkätzchen beobachten.
  • Schwalbenschwanz© dpa
    Der Schwalbenschwanz gehört zur Familie der Ritterfalter. Er ist mit einer Flügelspannweite von bis zu acht Zentimetern und seiner gelb-schwarz-blauen Musterung einer der größten und auffälligsten Schmetterlinge in unseren Breiten - und eher selten. In einigen Teilen Deutschlands steht der Schwalbenschwanz sogar auf der Roten Liste. Die erste Generation fliegt in Mitteleuropa von April bis Juli, die zweite im Juli und August. Je nach Region fliegt sogar eine dritte Generation im September. Bevorzugter Lebensraum sind sonniges und offenes Gelände wie etwa mageres Grünland und Trockenrasen.
  • Schwalbenschwanz© dpa
    Ein Schwalbenschwanz sucht an einer Lavendelblüte in einem Garten in Sieversdorf (Brandenburg) nach Nektar.
  • Aurorafalter© dpa
    Die zierlichen Aurorafalter mit ihren orangen Flügelspitzen (nur bei den Männchen, die Weibchen sind grau-weiß) flattern im April und Mai hauptsächlich über Wiesen und durch lichte, feuchte Wälder. Die erwachsenen Tiere fliegen von Anfang April bis Juni. Bevorzugte Nektarpflanzen sind Kreuzblütler wie Silberblatt und Nachtviole.
  • Kleines Wiesenvögelchen© dpa
    Das Kleine Wiesenvögelchen wird auch Kleiner Heufalter genannt. Gut zu erkennen sind die Schmetterlinge an ihren bräunlichen oder leicht ins Orange gehenden Flügeloberseiten mit einem grauen Rand und einem dunklen Punkt an der Spitze der Vorderflügel. Das kleine Wiesenvögelchen fliegt von Februar bis November. Bevorzugte Lebensräume des Schmetterlings aus der Familie der Edelfalter sind Wiesen, Weiden, Magerrasen, Weg- und Feldränder sowie Sand- und Kiesgruben.

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