Laubbläser und Laubsauger schaden Tieren, Menschen und Natur

Laubbläser und Laubsauger schaden Tieren, Menschen und Natur

Gartengeräte wie Laubsauger und -bläser können die Gartenarbeit erleichtern. Umweltfreundlich sind sie nicht. Die Alternativen sind außerdem gesünder und genauso effektiv.

  • Laubsauger im Einsatz© dpa
    Geräte, die die Arbeit erleichtern, sind zwar praktisch, aber nicht immer umweltfreundlich.
  • Laubbläser bei der Arbeit© dpa
    Laubbläser wirbeln auch gesundheitsbedenkliche Substanzen wie Mikroben, Pilze und Unrat auf.
  • Winterquartier für Igel© dpa
    Ein großer Laubhaufen in einer windstillen, ruhigen Ecke - das perfekte Winterquartier für Igel. Wer die Winterschläfer nicht stören möchte, sollte Laub in Baum- und Strauchnähe nicht beseitigen.
Vor allem kleinen Tieren wie Igeln oder Käfern fügen die leistungsstarken Helfer großen Schaden zu. Besser ist herkömmliches Werkzeug.

Laubhaufen beherbergen viele Kleinlebewesen

In Laubhaufen leben viele Kleinlebewesen wie Käfer oder Frösche, die gegen die starken Luftströme keine Chance haben, erklärt der Naturschutzbund NABU in Hamburg. Auch für Tiere wie Igel und ihre Jungen können die Geräte zur Bedrohung werden.

Laub unter Bäumen und Sträuchern nicht entfernen

Zumindest unter Bäumen und Sträuchern ist es zudem besser, das Laub gar nicht zu entfernen. Igel und Co. können die Haufen als Winterquartier nutzen, viele Vogelarten wie die Amsel finden hier den ganzen Herbst und Winter lang ausreichend Futter.

Laubsauger sind tödliche Gefahr für kleine Tiere

Laubsauger sammeln und zerhäckseln nicht nur Blätter, sondern auch Insekten, kleine Frösche und Regenwürmer. Sie sind damit eine tödliche Gefahr für die Tierwelt, erklärt das Umweltbundesamt.

Laubbläser verteilen Pilze und Unrat in der Luft

Doch Laubbläser sind nicht besser: Wie auch die Laubsauger verteilen sie am Boden und in der Luft befindliche Mikroben, Pilze, Unrat und Tierkot in der Umgebung. Das kann gesundheitlich bedenklich sein - für den Benutzer der Geräte und für Umstehende.

Laubsauger und -bläser verpesten die Luft

Außerdem geben die meisten Laubsauger und -bläser mit einem Verbrennungsmotor ungefiltert Schadstoffe an die Luft ab. Und laut sind sie auch: Die Geräte können im Betrieb zwischen 90 und 120 Dezibel laut werden und sind damit in etwa so laut wie eine Kettensäge oder ein Presslufthammer. Daher dürfen Laubbläser in Wohngebieten wochentags nur zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr benutzt werden. An Sonn- und Feiertagen müssen sie ganz in der Garage bleiben.

Zur guten alten Laubharke greifen

Schneller als mit einer Harke ist man mit Laubsauger oder Laubbläser übrigens nicht, auch der Kraftaufwand bei der Benutzung ist nicht zu unterschätzen. Besen, Laubrechen und Harke verbrauchen weder Benzin noch Strom, sind leicht, leise, kostengünstig und ungefährlich für Tiere und Insekten. Und harken kann man auch, wenn das Laub nass und schwer ist. Ein schöner Nebeneffekt: Laubharken sorgt für Bewegung und hält fit.

Quelle: dpa/Umweltbundesamt/BerlinOnline

| Aktualisierung: 23. Oktober 2019

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